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02.06.2009

Nachwuchsfreuden bei Meister Adebar

Landkreis Im Landkreis schlüpfen offenbar immer mehr Jungstörche. Der Storchenexperte Anton Burnhauser (Augsburg) spricht von einer "idealen Lage". In folgenden zwölf Orten hätten Weißstörche gebrütet: in Burgau, Unterknöringen, Leipheim, Offingen, Jettingen, Scheppach, Burtenbach, Thannhausen, Balzhausen, Ziemetshausen, Ichenhausen und Unterrohr. In Offingen, Jettingen und Balzhausen seien die Tiere sogar über den Winter geblieben, so Burnhauser.

Im Gegensatz zu der Kaltwetterperiode um Pfingsten vor zwei Jahren, an der zahlreiche Jungstörche aufgrund der niedrigen Temperaturen und eines Hagelsturms verendet waren (wir berichteten), schlüpften in diesem Jahr mehrere Junge pro Storchenpaar.

In Leipheim hat der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Donaumoos, Dr. Ulrich Mäck, sogar ein zweites Storchenpaar beobachtet - eine kleine Sensation. "Der Storchenbestand in der Region nimmt seit zehn Jahren zu. Dennoch ist die Nahrungssituation ungünstig, da Störche hauptsächlich Regenwürmer, Mäuse und Frösche essen, die sie durch den Schwund der Wiesen nicht mehr finden können", so Mäck. Das sollen Förderprogramme mit den Gemeinden, den Kirchenverbänden und den Stadtverwaltungen beheben. Diese Stellen sollen Kontakt halten zu den Naturschutzbehörden. Wiesen, die sonst bebaut werden würden, sollen geschützt werden, um den Nahrungserhalt der Störche zu sichern.

Experte Burnhauser hofft, dass sich in den nächsten Wochen kein Tiefdruckgebiet breitmacht, da ständiger Regen den jungen Tieren noch sehr zusetzen könne. "Sind die Jungen erst einmal nass, verkleben die Flügel schnell und die Vögel benötigen umso mehr Körperenergie, um sich warm zu halten", sagt Burnhauser.

Der Landkreis Günzburg glänzt laut Mäck durch die immer bessere Zusammenarbeit der Orte untereinander. Dadurch würden besonders viele blühende Wiesen und saftige Felder geschützt, die es den Störchen ermöglichen, jedes Jahr an die gewohnten Nester zurückzukehren, um dort ihre Jungen großzuziehen.

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