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05.02.2019

Netzwerk Schlaganfall ist ausgezeichnet

Der Neurologie am BKH Günzburg kommt beim Schlaganfallnetzwerk Nevas eine besondere Bedeutung zu. Hier untersucht ein Arzt eine Patientin mit Ultraschall.
Bild: Saskia Pavek

Welche Bedeutung Günzburg dabei hat

Als erster großer Verbund mit mehreren Zentren in Deutschland ist das Neurovaskuläre Netzwerk Südwestbayern (Nevas) als Neurovaskuläres Netzwerk der Deutschen Schlaganfallgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie und der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie für Schlaganfallpatienten zertifiziert worden.

Zu Nevas gehören das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die Neurologische Klinik am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg und das Klinikum Ingolstadt jeweils als Zentrumskliniken sowie 16 Kooperationskliniken in Schwaben und den benachbarten Bezirken Oberbayern und Mittelfranken. In Schwaben sind dies das BKH Kaufbeuren, das Klinikum Memmingen, das Klinikum Kempten, die Klinik Füssen, das Krankenhaus Immenstadt, die Donau-Ries-Kliniken Donauwörth, das Stiftungskrankenhaus Nördlingen.

„Die nachgewiesene strukturelle Qualität eröffnet für jeden Patienten die Möglichkeit, im Einzelfall optimal behandelt zu werden“, sagt Prof. Dr. Gerhard F. Hamann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation des BKH Günzburg. Durch ein Audit wurde der Nachweis erbracht, dass die vorgegebenen Qualitätsstandards erfüllt sind. Das Zertifikat ist bis 6. Januar 2022 gültig.

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Nevas ist ein Netzwerk, das sich im Versorgungsbereich Südwestbayern um die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten kümmert. Dabei werden auch Regionen eingebunden, die keine eigene neurologische Fachabteilung vorhalten können. Egal, wo der Notfall eintritt: Die Schlaganfallexperten können mithilfe der Telemedizin alle Patienten so behandeln, als wären sie vor Ort. Dabei stehen im Versorgungsbereich von Nevas in den drei Zentrumskliniken München, Günzburg und Ingolstadt Spezialisten aus allen relevanten medizinischen Disziplinen rund um die Uhr zur Verfügung.

Innerhalb des Netzwerks kommt Prof. Hamann zufolge der Günzburger Neurologie eine besondere Bedeutung zu. Sie versorgt flächenmäßig den größten Teil: Ihr Zuständigkeitsgebiet erstreckt sich von Nördlingen bis nach Kempten und Immenstadt. Jährlich werden nach Angaben der Bezirkskliniken etwa 1100 Schlaganfälle im BKH Günzburg behandelt.

Eine Besonderheit stelle die hohe Anzahl von mechanischen Thrombektomien dar, die hier durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem ein Gefäßverschluss im Gehirn, der den Schlaganfall ausgelöst hat, mithilfe eines Katheters aufgelöst wird. Diese Methode habe noch vor wenigen Jahren als „Revolution in der Schlaganfalltherapie“ gegolten, heißt es in einer Pressemitteilung der Kliniken. 160 solcher Eingriffe seien 2018 in Günzburg durchgeführt worden – mit zum Teil hervorragenden Ergebnissen für die betroffenen Patienten, berichtet der Ärztliche Direktor. Die Neurologische Klinik des BKH umfasst 59 Betten und besitzt eine eigene Intensiv- und Frühreha-Station. (zg)

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