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Ausstellung

28.04.2015

Neu in Burgau: Geschichte zum Trinken

Benedikt Deniffel, gelernter Brauer und Mälzer, beim Abläutern der Maische. Mit der Zugabe von Aromahopfen nach altem Verfahren soll das neue Burgauer Bier einen besonders aromatischen Geschmack erhalten.
Bild: Peter Wieser

Früher wurden gleich mehrere Burgauer Biere gebraut. Auch gehörten Gasthäuser fest zum Stadtbild. Daran wird jetzt im Schloss erinnert. Und an etwas Besonderem gearbeitet.

„Mindelgold“ oder „Markgrafen Pils“ hieß das Burgauer Bier, das die Lammbrauerei noch bis in die 80er Jahre hinein braute. Es gibt sogar noch eine ungeöffnete Originalflasche „Burgauer Märzen Hell“, die in einer Vitrine steht. Heute, nach 30 Jahren, ist dies Vergangenheit und fast vergessen. Das will der SPD-Ortsverein Burgau ändern. Mit der jetzt eröffneten Ausstellung „Frisch gezapft“ im Burgauer Schloss soll den Bürgern nicht nur das bayerische Nationalgetränk, sondern vor allem die Burgauer Trink- und Wirtshauskultur wieder nahegebracht werden.

Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Markgrafenstadt noch neun Brauereien. Bier war schon damals ein fester Bestandteil des Alltagslebens. Heute ist es Tradition und ein Stück Lebenskultur zugleich, wie SPD-Ortsvorsitzender Peter Hirsch bei der Eröffnung der Ausstellung betonte. Bier als Lebensmittel, als Arznei, bis hin zur Sündenbuße in der Fastenzeit – das Getränk sei nicht mehr aus der Gesellschaft wegzudenken, sagte auch Bürgermeister Konrad Barm.

Das zeigte sich früher auch an den vielen Wirtschaften in der Stadt. Sie hatte mit „Zum Karpfen“, Gasthaus „Ross“, Gasthof „Zum Engel“ oder nicht zu vergessen der „Käppelewirtschaft“ einmal sehr viele Gaststätten. An diese Zeit und die damit verbundene Geschichte wird im Schloss mit alten Bildern erinnert.

Doch es soll nicht beim bloßen Anschauen bleiben: In Burgau wird jetzt wieder ein eigenes Bier gebraut. Benedikt Deniffel, ein gelernter Brauer und Mälzer, ließ sich im Schlosskeller beim Einbrauen über die Schulter blicken. Etwa 30 Liter neues Burgauer Bier sollen es einmal werden, natürlich handgemacht. Am Sonntag, 17. Mai, pünktlich zum internationalen Museumstag, soll es dann zum Abschluss der Burgauer Bierwochen ausgeschenkt werden.

Termine Die Ausstellung kann noch an folgenden Tagen besichtigt werden: Sonntag, 3. Mai, ab 14 Uhr, mit Bierbrauen und Verkostung auch neuer Sorten; Sonntag, 10. Mai, ab 11 Uhr, mit Frühschoppen mit Musik und bayerischer Kost; Sonntag, 17. Mai, ab 14 Uhr, mit Verkostung des eingebrauten Biers.

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