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Leipheim/Günzburg

19.09.2016

Neuapostolische Kirche für 250000 Euro saniert

Bei einer Feierstunde, musikalisch gestaltet von drei Chören, wurde die sanierte und umgebaute Kirche der Neuapostolischen Gemeinde Leipheim Gläubigen und Gästen offiziell vorgestellt.
Bild: Greta Kaiser

Warum die Feierstunde der Leipheimer Gemeinde zu einer ganz besonderen wird und was sie zur Ökumene sagt.

Die Feierstunde war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Erstens darf sich die Neuapostolische Kirchengemeinde Leipheim, zu der seit Kurzem auch die Gläubigen aus Günzburg gehören, nun über eine umfassend sanierte Kirche mit einem modernen Gemeindehaus freuen, zweitens sprach mit Gerhard Oßwald erstmals ein evangelischer Pfarrer in der Neuapostolischen Kirche in Leipheim. Möglich machten dies die „dramatischen Veränderungen“ innerhalb der Neuapostolischen Kirche, erklärte Oßwald. Und drittens konnte Vorsteher Werner Gräss den zahlreichen Gästen ein vielfältiges Gemeindeleben präsentieren.

Die Neuapostolische Kirchengemeinde Leipheim war am 1. Januar 1929 gegründet worden. Mehrfach mussten die Gläubigen innerhalb der Stadt umziehen – nicht zuletzt wegen stetig steigender Mitgliederzahlen. 1959 wurde schließlich die jetzige Kirche an der Wißmannstraße geweiht. Etliche Male ist das Gotteshaus seitdem saniert und umgebaut worden, doch heutigen Ansprüchen genügte es schon lange nicht mehr. Erst recht, nachdem vor eineinhalb Jahren die Gläubigen aus Günzburg zu Leipheim kamen, wie Werner Gräss, der Vorsteher der Neuapostolischen Kirchengemeinde, erklärte.

Architekt Manfred Gaißer erläuterte die wichtigsten Baumaßnahmen. Die Kirche erhielt neue, künstlerisch gestaltete Fenster, einen neuen Boden und andere Wandbeläge. Neu eingerichtet wurde der Altarraum, modernisiert wurden ferner der Mehrzweckraum und der Eltern-Kind-Raum. Und schließlich erhielt die Kirche eine neue Orgel. Trotz mancher bösen Überraschung bei den Arbeiten sei das Budget unterschritten worden, sodass auch die Außenfassade noch einen neuen Anstrich erhielt.

Offen der ökumenischen Bewegung gegenüber

Etwa 250000 Euro, so Vorsteher Werner Gräss auf Nachfrage, haben die Arbeiten gekostet. Da die Stadt Leipheim einen Zuschuss gab, waren auch etliche Stadträte sowie Bürgermeister Christian Konrad unter den Gästen. Konrad würdigte den gelungenen Umbau und die vielfältige Arbeit, die die aktuell rund 350 Mitglieder umfassende Neuapostolische Kirchengemeinde in Leipheim leiste, nicht zuletzt bei Kindern, Jugendlichen und Senioren.

Pfarrer Georg Oßwald war der erste evangelische Geistliche, der in der Neuapostolischen Kirche ein Grußwort sprach. In ihr hätten sich interessante Veränderungen vollzogen. So erkenne sie seit zehn Jahren die Taufe anderer Kirchen an, im Katechismus von 2012 spreche sie ausdrücklich von der „unsichtbaren Kirche Christi“, zu der alle trinitarisch getauften Gläubigen gehören. Oßwald: „Ich bin gespannt, wohin die Entwicklung der Neuapostolischen Kirche noch führt.“

Vorsteher Werner Gräss betonte, „wir stehen der ökumenischen Bewegung offen gegenüber“. Unter dem Motto „Einheit in Verschiedenheit“ halte die Neuapostolische Kirche „gemeinsam mit anderen Kirchen die christlichen Werte“ hoch.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Kinder-, Kammer- und Gemeindechor der Kirchengemeinde sowie von Elias Teutschländer an der neuen Orgel.

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