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27.01.2021

Neue Abstände zur Grundstücksgrenze: Ärgern werden sich die Nachbarn

Die Bayerische Bauordnung wird geändert.
Foto: Marius Becker/dpa

Bayernweit gelten ab Februar neue Regelungen bezüglich der Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze. Dem Günzburger Stadtrat und der Verwaltung ist in kürzester Zeit ein guter Kompromiss gelungen.

Nur wenige Wochen haben Kommunen Zeit, eine eigene Satzung zu erarbeiten, die für viele Menschen im Ort große Auswirkungen haben kann. Wenn sie dies nicht tun, werden die Mindestabstände vom Wohnhaus zur Grundstücksgrenze in Zukunft bis zu 70 Prozent geringer. Was den Häuslebauer vielleicht freut, wird den Nachbarn, der weniger Sonne bekommt, mit Sicherheit ärgern.

Warum der Gesetzgeber den Kommunen nur eine derart kurze Möglichkeit für die Erarbeitung einer eigenen Satzung ermöglicht hat, ist nicht nachzuvollziehen. Was schon unter normalen Umständen für die Verwaltung eine riesige Herausforderung wäre, wird durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie zusätzlich erschwert.

Andere Kommunen werden sich wegen fehlender Satzung vielleicht noch einmal ärgern

Dass dies in Günzburg dennoch gelungen ist und der Stadtrat in einer sachlichen Diskussion einen für viele guten Kompromiss gefunden hat, ist eine tolle Sache. Dieser „Schnellschuss“ soll in drei Jahren auf seine Tauglichkeit hin überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, auch das ist nur zu begrüßen. Andere Kommunen, die keine eigene Abstandsflächensatzung erlassen haben, werden sich in einigen Monaten oder Jahren vielleicht noch ärgern, dass sie dies nicht getan haben. Doch dann ist es zu spät; und damit leben müssen die Bürger – eventuell mit einem großen Gebäude nahe am eigenen Grundstück.

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