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Burgau

08.11.2019

Neue Gastronomen im früheren "Marc" an der Käppelestraße

Aleksandra und Murat Toksoy haben vor Kurzem in Burgau das Restaurant Craft Lux eröffnet. Sie wollen einiges anders machen als ihre Vorgänger.
Bild: Peter Wieser

Aleksandra und Murat Toksoy führen das Restaurant Craft Lux gegenüber vom Stadttor in Burgau. Die Pächter hatten häufig gewechselt. Was sie besser machen wollen.

Seit Kurzem führen Aleksandra und Murat Toksoy an der Burgauer Käppelestraße ihr Restaurant Craft Lux. Zur Eröffnung hatten sie mit einem Flying Buffet, einem Auszug aus den Hauptspezialitäten im Kleinen, einen Einblick ins Lokal gegeben. Ein Erfolg, wie sie sagen, zumal die Gäste mit entsprechenden Erwartungen gekommen seien. Warum aber heißt es Craft Lux? Murat Toksoy: „Craft kommt aus dem Englischen und heißt Kunst beziehungsweise Handwerk. Der Name soll unser Konzept widerspiegeln.“

Für ihn bedeute dies authentische, frische Küche. „Lux“ stehe für gewissen Luxus auf moderne Art und Weise. „Wir legen sehr viel Wert auf die ehrliche Küche, aber mit qualitativ hochwertigen Produkten“, betont er. Mit 40 Plätzen und im Sommer mit 20 weiteren im Außenbereich sei dies ideal umzusetzen, ergänzt Aleksandra Toksoy. „Wir wollen keine Masse.“

Hier gibt es von jedem etwas

Beide kommen vom Fach, Aleksandra Toksoy ist gelernte Restaurantfachfrau, ihr Mann gelernter Hotelfachmann. An verschiedenen Stellen in Ulm wie auch in Günzburg haben sie mehrere Jahre Erfahrungen gesammelt, waren unter anderem für Veranstaltungen und Seminare zuständig. Um ihr eigenes Konzept zu entwickeln – nicht auf Tourismus, sondern auf Stammgäste ausgerichtet –, haben sie sich Zeit gelassen. Teil davon war, eine entspreche Speisekarte zu gestalten und sich auf bestimmte Dinge, beispielsweise auf zertifiziertes Fleisch, zu konzentrieren.

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Keine 50 Speisen und nicht in Massen, sondern von jedem etwas: Ein Pasta-Gericht, vegetarisch oder mit Garnelen, zwei Burger, fünf verschiedene Steaks und natürlich Klassiker wie Wiener Schnitzel, Zwiebelrostbraten oder Lachsfilet. Hinzu kommt eine kleine Auswahl an Vorspeisen und Salaten sowie täglich wechselnde Mittagsgerichte, auch schwäbische. „Wir haben keine Convenience-Produkte. Bei uns wird alles vor Ort zubereitet, auch die dazugehörigen Dips“, erklärt Murat Toksoy.

In dem Restaurant gab es viele Wechsel

Dass das Restaurant vor allem zu der Zeit erfolgreich war, als der Gastronom Enrico Banno es unter dem Namen „Marc“ führte, es aber zuvor und danach dort viele Wechsel gab, wissen sie. „Manche machen den Fehler, dass nur der Tag und der Umsatz zählt. Viele unterschätzen die Gastronomie und was dahinterstecken muss, wenn man sie professional betreiben möchte.“ Einfach nur Gerichte anzubieten, irgendwelche Preise auf die Karte zu schreiben, reiche dabei nicht aus.

Jede Speise, jedes Getränk sei genau überlegt. Im Craft Lux sind die Aufgaben klar verteilt, die Arbeitsbereiche der Mitarbeiter, Koch und Beikoch, zwei Personen im Service und eine in der Spülküche sind genau definiert. Für Aleksandra und Murat Toksoy ist der Kontakt zum Gast wichtig. „Wenn er wiederkommt, hat man etwas richtig gemacht.“

Sie haben einige Pläne für das Lokal

Ähnlich sieht es Verpächter Hans Kraus, der aufgrund des hohen Wechsels letztlich von einem Restaurant nicht mehr viel habe wissen wollen, wie er erklärt. „Man muss rechnen können und vom Fach sein, um ein Restaurant zu führen.“ Von den Toksoys, auch von den Mitarbeitern, sei er überrascht gewesen. „Alle haben angepackt, richtig angepackt, und sie haben ein Konzept.“ Ingrid Osterlehner, Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, erklärt: „Es spielen viele Faktoren mit, auch die hohen Auflagen und die damit verbundene Bürokratie. Vor allem: Die Qualität muss stimmen.“

Pläne haben Aleksandra und Murat Toksoy einige: „Die Gäste sollen uns zunächst kennenlernen.“ Auch wolle man sehen, worauf die Burgauer und natürlich auch die Gäste von außerhalb besonderen Wert legen. Später werde man sonntags auch einen Brunch anbieten, aber das brauche noch seine Zeit. Familienfeiern sehe man ebenfalls sehr gerne entgegen. Für einige Weihnachtsfeiern sei bereits reserviert. Nach so kurzer Zeit mache das schon etwas stolz und es motiviere, erklärt Alexandra Toksoy.

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