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Klausurtagung

07.03.2013

Neue Ideen für das Waldbad

Das Günzburger Waldbad: Wo sich im Sommer Tausende Besucher bei Hitze abkühlen, herrscht jetzt frostige Kälte – gesehen aus circa 500 Metern Höhe. Der UWB hat Pläne, wie die beliebte Freizeiteinrichtung an der Donau eine Anlaufstelle für das ganze Jahr werden könnte.
Bild: Ulrich Wagner

Unabhängiger Wählerblock schlägt Eisstockschießen, Rodelbahn und Erlebnisspielplatz vor. Damit könnte eine Anlaufstelle für das ganze Jahr entstehen

Günzburg Günzburg im Wandel der Zeit – unter diesem Motto stand die gemeinsame Klausurtagung von Vorstand und Stadtratsfraktion des Unabhängigen Wählerblocks (UWB) Günzburg. An zwei Tagen wurden in Bad Krumbad Themen besprochen und Eckpunkte festgelegt, welche der UWB 2013 voranbringen möchte.

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Ein Thema, für das die politische Gruppierung seit Jahren kämpft, ist ein erweitertes Parkleitsystem für Günzburg. „Unser Parkleitsystem in Günzburg ist noch nicht optimal ausgebaut. Gerade für Touristen und Nicht-Günzburger ist es schwierig, sich hier zurechtzufinden“, so UWB-Vorsitzender Hans Kaltenecker. Als Idee regt Kaltenecker an, zusätzlich anzugeben, wie viele Gehminuten es dauert, um vom jeweiligen Parkplatz zur Innenstadt zu kommen.

Günstigere Tarife in der städtischen Tiefgarage

Neue Ideen für das Waldbad

Weil die städtische Tiefgarage viele innenstadtnahe Parkplätze bietet und doch viele dort leer bleiben, fordert Stadträtin Monika Küchle, auf etwas günstigere Tarife umzustellen. Wenn es um die Parkplatzsituation im Stadtgebiet geht, kommt wieder die vom UWB geforderte Hanggarage ins Spiel. „Wir sehen im Bau dieser Hanggarage einen der wichtigsten Punkte für die Belebung der Günzburger Innenstadt. Diese muss langfristig realisiert werden, vor allem um den vermehrt aufkommenden Verkehr der Ulmer Straße auffangen zu können“, ist sich Fraktionsvorsitzender Ferdinand Munk sicher. „Für die Ansiedlung von Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie für ein bequemes Einkaufen sind ausreichende, zentrumsnahe Parkplätze ein absolutes Muss. Hier können wir nur mit einem Gesamtpaket zum Ziel kommen“, so Munk. Da momentan aus Gründen der Finanzierung der Bau der Hanggarage zurückgestellt ist, sei es wichtig, dass die Stadt nochmals Gespräche mit Anwohnern und Gewerbetreibenden als potenzielle Käufer führt. Der UWB könnte sich auch einen Mietkauf vorstellen.

UWB-Stadtrat Erhard Uhl findet, dass die Straßen teilweise in einem sehr schlechten Zustand sind. „Wir müssen hier dringend tätig werden. Die bestehenden Schäden an den Straßen werden von Jahr zu Jahr größer, und somit auch teurer für jeden einzelnen Bürger“, so Uhl.

Die Verkehrsbelastung in der Ulmer Straße bleibt aus Sicht des UWB ein großes Problem. „Der Verkehr wird ohne eine Umgehung nicht weniger werden“, so Stadtrat Berthold Feil. Eine Reduzierung des Durchgangverkehrs in der Innenstadt sowie eine Entlastung der Ulmer Straße wären durch eine Trasse nördlich zur Bahnlinie möglich. Diese könnte entlang des Fliegerhorst-Gleises mit Einmündung an der Heidenheimer Straße gehen. Der UWB hat hierzu bereits einen Antrag gestellt.

UWB-Vorstandsmitglied und Unternehmerin Eva Flemisch fordert eine verbesserte Parkplatzsituation in den Industriegebieten. „Die länger abgestellten Lastwagen und Aufleger, die aufgrund fehlender Stellplätze überall in den Straßen und in den Industriegebieten parken, behindern nicht nur den Verkehrsfluss, sondern stellen auch Gefahren für die Anlieger dar“, so Flemisch. Ein Autohof im Industriegebiet könnte Abhilfe schaffen.

Weiterer Hauptpunkt bei der Klausurtagung war der demografische Wandel. Nach Ansicht von Vorstandsmitglied Tanja Lindner wird der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ein wichtiges Ziel werden. Durch eine ständig steigende Altersstruktur müsse der öffentliche Nahverkehr wie Stadtbus und Flexibus so organisiert werden, dass dieser in der räumlichen Deckung den Wünschen der Fahrgäste entspricht und man auf die Bedürfnisse der Senioren eingeht.

Thema altersgerechtes Wohnen: Der UWB regt an, dass sich die Stadtverwaltung nach Investorengruppen umschaut, welche im Bereich barrierefreies Wohnen Erfahrungen haben. So könnten tolle Wohnprojekte entstehen. Als möglichen Ort könnte man sich das Grundstück des ehemaligen Jugendhauses am Stadtgraben vorstellen.

Gerade im Schulbereich und bei der qualifizierten Betreuung von Grundschulkindern müsse noch einiges getan werden, so die Fraktion. Die Stadtverwaltung müsse Eltern ausreichend über die Betreuungsmöglichkeiten, die es in der Kreisstadt gibt, informieren. Besonders auch, was die Betreuung außerhalb von Schulzeiten in den Ferien angeht. Eine wichtige Entwicklung für die Schullandschaft in Günzburg sieht der UWB in der Einführung einer gebundenen Ganztagesklasse.

Beim großen Sturm wurde vieles zerstört

Besonders am Herzen liegt den Mitgliedern das Günzburger Waldbad. „Beim großen Sturm im vergangenen Jahr wurde hier vieles zerstört. Besonders auch die Minigolfanlage, die im Sommer ein Anziehungspunkt für Jung und Alt ist“, so Stadtrat Berthold Feil. Deshalb sei es notwendig, durch Investitionen und neue Ideen das Waldbad noch attraktiver zu gestalten. Durch ein erweitertes Angebot, wie Eisstockschießen, Rodelbahn oder Erlebnisspielplatz, könnte man aus dem Günzburger Waldbad eine Attraktion machen, die das ganze Jahr über einen Anlaufpunkt bietet.

Auch die Integration des Donau-Radwanderweges und der Donaupromenade wäre ein belebendes Element. In Verbindung mit einem öffentlichen Biergarten würde sich ein Synergieeffekt für die Bevölkerung und den Tourismus ergeben. Vorstellbar ist für den UWB eine Zusammenarbeit mit Vereinen, zum Beispiel bei Zeltlagern und Sommercamps. „Durch die gefällten Bäume wäre nun der richtige Zeitpunkt, die Parkplätze im Eingangsbereich neu und familienfreundlicher zu gestalten“, so Feil.

Weitere Ziele: die schnelle Realisierung der neuen Feuerwache in Günzburg, der Bau des Feuerwehr- und Gemeindehauses in Deffingen, der Ausbau des Breitbandnetzes mit Glasfaserkabel sowie öffentliche Internetzugänge, sogenannte Hotspots, in der Innenstadt. (pm)

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