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Satzung

30.04.2015

Neue Regeln auf den Friedhöfen

Grabschmuck an Stelen ist innerhalb von vier Wochen zu entfernen.

Der Gemeinderat befasst sich mit der Gestaltung der Urnenstelen in Jettingen-Scheppach und den Ortsteilen

Der Gemeinderat hat sich mit den Friedhöfen befasst. Denn der Trend zu kleineren Gräbern wurde bislang kaum berücksichtigt. Die neuen Gebühren basieren auf der Kalkulation eines Fachbüros. Der Geltungsbereich der Satzung bezieht sich auf die markteigenen Friedhöfe und Leichenhäuser in den Ortsteilen Jettingen, Scheppach, Freihalden, Ried und Schönenberg. Hoheitliche Aufgaben bei einer Beerdigung bleiben beim Bestattungsunternehmen Fritz aus Burgau. Dazu gehören das Ausheben und Verfüllen des Grabs, die Überführung des Sargs beziehungsweise der Urne vom Leichenhaus zum Grab, Umbettungen sowie das Ausschmücken der Leichenhalle.

Für alle weiteren Dienstleistungen, die vom Todeszeitpunkt bis zur Überführung auf den Friedhof anfallen, kann jeder beliebige Bestatter beauftragt werden. Die Gebühren für die hoheitlichen Aufgaben werden aber nicht mehr vom Bestatter, sondern von der Gemeinde kassiert. An Grabgebühren entfällt die jährliche Friedhofsunterhaltungsgebühr von 15 Euro, sie ist in der Grabnutzungsgebühr enthalten. Der Leichenhausbenutzungszwang entfällt, wenn der Verstorbene etwa bei einem Bestattungsinstitut in einem geeigneten Raum liegt.

Nicht einverstanden war Ratsmitglied Helmut Feuchtmayr mit der Änderung der Gebühr für die Leichenhausnutzung. Wurden pro Sarg bisher pauschal 50 Euro verrechnet, fallen nun je angefangenem Benutzungstag 35 Euro an. Das wären in vier Tagen 140 Euro. Bürgermeister Hans Reichhart bat jedoch darum, bei den neuen Sätzen zu bleiben, da sonst die Gesamtkalkulation nicht mehr stimme.

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Nach Ablauf der gesetzlichen Ruhefrist kann das Grabnutzungsrecht nach Zahlung der Grabgebühr auch ohne weitere Belegung flexibel verlängert werden. Besonders geregelt wird die Gestaltung an den Urnen-stelen. Das Aufstellen oder Anbringen von Gegenständen an der Stele oder der oberen Abdeckplatte ist nicht erlaubt. Blumenbukette, Kränze und Pflanzschalen können am Tag der Beisetzung der Urne unmittelbar vor der Stele abgelegt oder abgestellt werden. Sie sind innerhalb von vier Wochen zu entfernen. Ansonsten werden sie weggebracht ohne Anspruch auf die Herausgabe oder einen Schadensersatz.

Der Bürgermeister berichtete noch, dass der Zuwendungsbescheid für den Breitbandausbau eingetroffen ist (wir berichteten). Der Vertrag mit der Telekom werde jetzt unterschrieben. Auch die Zuschusszusage von 23000 Euro für ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Ried ist jetzt da. Die Generalsanierung des Kindergartens St. Martin, bei der die Gemeinde 85 Prozent der Kosten trägt, wird vom Land mit 42 Prozent bezuschusst. Das sind etwa 360000 Euro. Erfreulich sei auch, dass der Haushaltsplan der Gemeinde bereits vom Landratsamt genehmigt worden und damit rechtskräftig sei. (neu)

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