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11.03.2009

Neue Regelung für Abwassergebühren

Dürrlauingen (gana) - Wer in Zukunft wie viel Euro für den Kanal und das Abwasser zahlen muss, diskutierten die Gemeinderäte am Montagabend in Dürrlauingen. "Gebührensplitting" heißt das neue Zauberwort, das dem Bürger möglicherweise mehr Gerechtigkeit bringt.

Künftig wird bei den Abwassergebühren zwischen Schmutz- und Regenwasser unterschieden. Die Gebühren für die Ableitung von Regenwasser errechnen sich aus der Quadratmeterzahl der asphaltierten Flächen eines Grundstücks.

Weil das Wasser dort nicht im Boden versickern kann, fließt es in den Abwasserkanal. Dafür verlangt die Gemeinde nun 14 Cent pro Quadratmeter. Anders sieht es beim Schmutzwasser aus: Die Höhe der Gebühren orientiert sich an der Kubikmeterzahl: Nun muss der Bürger jährlich 1,80 Euro pro Kubikmeter für sein verbrauchtes Wasser zahlen.

Die Krux an der Neuregelung ist für Gemeinderat Markus Mader, dass "Landwirte mit einer großen asphaltierten Fläche durch die neue Gebührenregelung zu Verlierern werden". Frank Rupprecht, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Haldenwang, warnt aber vor pauschalen Aussagen, denn "entscheidend ist, wie viel Regenwasser tatsächlich in den Kanal fließt". Bürgermeister Edgar Ilg ergänzte, dass "97 Prozent der Bürger durch die neuen Gebühren gleich oder weniger belastet werden".

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Mit den Gebühren baut die Gemeinde weiterhin ein Rücklagenpolster auf, das beispielsweise für Reparaturen am Kanalsystem gebraucht wird. "Wem die Sätze zu hoch erscheinen, der sollte bedenken, dass wir in den kommenden Jahren mehrere Kanäle erneuern müssen", so Ilg.

Die Gebühren seien sogar leicht zurückgegangen. "Ein Vierpersonenhaushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 180 Kubikmetern pro Jahr und einer asphaltierten Fläche von 250 Quadratmetern spart ungefähr 20 Euro", sagte Rupprecht.

Satzungen zum 1. Januar geändert

Für die neuen Gebührensätze mussten die Entwässerungssatzung und die Beitrags- und Gebührensatzung geändert werden, die rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft treten. Die Mehrheit des Gemeinderates stimmte den Änderungen zu.

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