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Burgau

27.06.2018

Neue Varianten für den Burgauer Hochwasserschutz

Es wurde an mehreren Varianten für einen Hochwasserschutz Burgaus gearbeitet.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Die verschiedenen Möglichkeiten werden den Burgauern in Kürze vorgestellt. Dazu zählt auch ein bergmännisch gebauter Stollen.

Nach der Sommerpause soll es den Erörterungstermin für das geplante Hochwasserrückhaltebecken Burgau geben. Der genaue Zeitpunkt wird davon abhängen, ob die Unterlagen noch einmal neu ausgelegt werden müssen oder ob es genügt, die Naturschützer zu informieren – und das wiederum hängt davon ab, ob neue Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen. Wie berichtet, musste das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Donauwörth nacharbeiten. Mit dem Landratsamt wird nun das weitere Vorgehen besprochen, erklärt der beim WWA für das Projekt verantwortliche Maximilian Hartmann im Gespräch mit unserer Zeitung.

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Die Informationsveranstaltung zur zweiten Phase des Hochwasserschutzprojektes, der Ableitung des Wassers, hingegen ist bereits terminiert und wird am Donnerstag, 12. Juli, ab 19 Uhr in der Kapuziner-Halle Burgau stattfinden. Interessierte können sich zuvor ab 17 Uhr die Unterlagen der Machbarkeitsstudie ansehen. An diesem Abend werden die unterschiedlichen Varianten erläutert, wie das Wasser an Burgau vorbei geschleust werden soll.

Welchen Favoriten das Amt hat, will Hartmann jetzt noch nicht sagen. Aber es gebe mehrere Möglichkeiten, die mit der bisherigen Idee verglichen wurden. Bei dieser handelt es sich um Dämme und Deiche, das Wasser soll östlich der Bahnlinie an Burgau vorbei wieder zur Mindel fließen. Da die Gesamtkosten auf (mindestens) 61 Millionen Euro steigen, wurden andere Varianten finanziell wieder konkurrenzfähig.

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Gegen den Willen der Stadt soll nichts gemacht werden

Die eine Möglichkeit ist eine Ertüchtigung der Brühlmindel mit Deichen und Mauern, stellenweise würden sie anderthalb bis zwei Meter hoch. Nummer zwei ist eine Vertiefung der Brühlmindel, abschnittsweise um bis zu anderthalb Meter. Die dritte Lösungsidee basiert auf einem bergmännisch hergestellten, gut zwei Kilometer langen Stollen zwischen dem Rückhaltebecken und einer Stelle kurz vor der Konzenberger Straße, der fünf Meter Durchmesser hätte. Das Wasser würde zwischen Konzenberger Straße und Bahnstrecke an die Oberfläche kommen. Der Stollen wurde aber bereits als viel zu teuer verworfen, erklärt Hartmann. Auch geht es um eine Ableitung durch einen Kanal unter der Industriestraße. In der kurzen Variante würde er auf Höhe des Hagebau-Logistikzentrums enden und das Wasser in den Erlenbach geleitet, in der langen (Variante fünf) am Ende des Gewerbegebiets enden und in die Mindel geführt.

Die Kostenschätzung mit 61 Millionen Euro für das Gesamtprojekt ist jetzt gut zwei Jahre alt, aber bis auf Baupreissteigerungen aktuell, betont Hartmann. Mit den verschiedenen Möglichkeiten will sich das Amt auch fürs Planfeststellungsverfahren wappnen. Die Machbarkeitsstudie, die am 12. Juli vorgestellt wird, liegt somit nun vor und eine Entscheidung, welche Variante umgesetzt wird, soll nach dem Termin zügig fallen. Rückmeldungen von Kommunen und Bürgern sollen berücksichtigt werden. Fest steht: Gegen den Willen der Stadt Burgau werde nichts gemacht, sie ist an den Kosten beteiligt. Klar ist jedoch ebenfalls: Eine Lösung, die jedem gefällt, kann es auch nicht geben.

Maximilian Hartmann tritt derweil dem Gerücht entgegen, dass bereits 30 Euro für den Quadratmeter Land für das Rückhaltebecken gezahlt worden seien – es seien noch keine Grundstücke gekauft worden. Und grundsätzlich werde immer der aktuelle Marktpreis bezahlt.

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