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Beschluss

23.10.2019

Neue Wasserleitung in Harthausen

Eine neue Wasserleitung ist in Harthausen geplant.

In der St.-Alexander-Straße gab es bereits zwei Rohrbrüche. Auch der sanierungsbedürftige Gehweg könnte mit einbezogen werden

Die Wasserleitung in der St.-Alexander-Straße im Rettenbacher Ortsteil Harthausen stammt vom Ende der 60er Jahre. Jetzt soll sie erneuert werden. Die bestehende rund 200 Meter lange Gussleitung verläuft auf einer Länge von knapp 100 Metern über Privatgrundstücke und befindet sich in einer Tiefe von etwa viereinhalb Metern. Mit dem Ausbau der Straße in den 70ern wurde sie erheblich überschüttet. Vor zwei Jahren hatte es einen Rohrbruch gegeben, in diesem Jahr einen weiteren. Eine Reparatur in einer solchen Tiefe sei für den Bauhof fast unmöglich, erklärte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (CSU) nun dem Rettenbacher Gemeinderat. Zudem bestehe die Gefahr weiterer Rohrbrüche.

Inzwischen gibt es durch ein Ingenieurbüro eine Vorplanung mit einer groben Kostenschätzung in zwei Varianten, die Bauamtsleiter Stephan Uano vorstellte: Die Verlegung im Spülbohrverfahren im Straßenbereich bei geschätzten Kosten in Höhe von rund 96000 Euro brutto oder konventionell im offenen Graben im Straßen- und Gehwegbereich. Im selben Zug würde der Gehweg saniert, gleichzeitig könnten Leerrohre für eine spätere Erdverlegung von Strom- und Kommunikationskabeln verlegt werden. Die Kosten dafür sind auf rund 187000 Euro brutto geschätzt. Zweiter Bürgermeister Alexander von Riedheim (UWR) verwies auf den äußerst schlechten Zustand des Gehwegs: Eine Sanierung würde ohnehin anfallen. Auch Georg Mayer (UWR) sprach sich für die teurere Variante aus, zumal derzeit die Arbeiten für die Breitbandversorgung liefen und beides in einem realisiert werden könnte. Dies müsste allerdings zunächst mit der LEW Telnet geklärt werden, zumal schon bald mit den Arbeiten begonnen werde. Dritter Bürgermeister Herbert Sittenberger (BL) stellte die Frage in den Raum, ob ein Spülrohrverfahren und eine separate Gehwegsanierung möglicherweise günstiger wären. Dass die Wasserleitung erneuert wird, war keine Frage. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Zunächst soll eine Baugrunduntersuchung aufzeigen, ob ein Spülbohrverfahren möglich ist. Mit entsprechenden Angeboten und in Gesprächen mit der LEW Telnet wird geklärt, welche Lösungen möglich und kostengünstig sind.

Wie bereits in vielen Kommunen geschehen, hat auch der Rettenbacher Gemeinderat die Notwendigkeit der Gründung des „Zweckverbands Digitale Schulen Landkreis Günzburg“ gesehen. Gemeinderatsmitglied Markus Neumann (BL) nahm dies zum Anlass für die Frage, wie es denn im Gemeinderat mit der Digitalisierung aussehe. Bürgermeisterin Dietrich-Kast meinte, es würde mehr Sinn machen, dies erst nach den Kommunalwahlen mit dem neuen Gemeinderat anzugehen – außer, es werde anders gewünscht. Innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft sind der Markt Offingen und die Gemeinde Gundremmingen bereits mit der nötigen Hardware ausgestattet. Man sollte in Rettenbach keine extra Suppe kochen – wenn es technische Probleme gebe, dann habe man in der VG einen entsprechenden Ansprechpartner, betonte Neumann. Stefan Brunhuber (UWR) machte darauf aufmerksam, dass es im Sitzungszimmer in der Gemeindehalle doch noch gar keine WLAN-Verbindung gebe. Mit dem Thema wird man sich nun beschäftigen, wenn die Erschließung abgeschlossen ist.

Volker Heß (BL) sagte, er sei darauf angesprochen worden, ob sich der Gemeinderat nicht mit dem Benutzungsplan der Gemeindehalle auseinandersetzen könne. Grund seien Überschneidungen bei der Kinderfeuerwehr und dem Carnevals-Club Harthausen (CCH) bei der Nutzung des Feuerwehrraums an Donnerstagabenden. Dieser sei ein Raum für alle und in der Vergangenheit habe es dazu bereits verschiedene Gespräche, aber keine Kompromisse gegeben, erklärte die Bürgermeisterin. Sie habe verschiedene Möglichkeiten dargestellt, von denen keine angenommen worden sei. Dafür sei nicht der Gemeinderat zuständig, das müssten die Vereine untereinander klären, meinte Werner Brenner (CSU). Es würde Streitigkeiten geben, schloss sich Herbert Sittenberger an. Ein Beschluss wurde dennoch gefasst: Solange der CCH auf die Saison hin den genannten Raum für seine Hebefiguren benötige, könne die Kinderfeuerwehr das Sitzungszimmer nutzen, gerne auch den Raum im Untergeschoss der Gemeindehalle. Weiter betonte die Bürgermeisterin: „Der Gemeinderat ist für alle Vereine da, und speziell auch für die gemeindliche Einrichtung Feuerwehr mit der Abteilung Kinderfeuerwehr.“ Man werde niemals sagen, die Feuerwehr müsse kürzertreten.

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