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Internationaler Museumstag

09.05.2018

Neue Wege zu alten Schätzen

Das Dorfmuseum Kemnat öffnet zum Internationalen Museumstag ebenfalls seine Türen.
Bild: Weizenegger

Im Landkreis gibt es am Sonntag zahlreiche Sonderführungen, Aktionen und Angebote für die Besucher

Am Sonntag, 13. Mai 2018, ist „Internationaler Museumstag“ unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“. Aus diesem Anlass haben auch einige der mittlerweile 23 Museen im Landkreis bei freiem Eintritt geöffnet.

Im Brauereimuseum Autenried können die Besucher einen Rundgang durch die Ausstellung machen – unter anderem gibt es eine historische Brauanlage zu sehen sowie heimatgeschichtliche Raritäten und Dokumente. Geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr.

Im Museum der Stadt Burgau kann von 14 bis 17 Uhr die Ausstellung „Kriegsende und Neubeginn in Burgau 1945“ besichtigt werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Betrachtung vor allem auch der Neubeginn der vielen Flüchtlinge und Vertriebenen, welche in Burgau eine neue Heimat fanden. Sie bauten hier ihre Häuser, errichteten neue Firmen in der Handschuhindustrie oder im Musikinstrumentenbau und brachten ihre Tradition mit nach Burgau. Um 15 Uhr wird Museumsleiterin Martina Wenni-Auinger durch die Ausstellung führen. Außerdem wird vorgeführt, wie Klarinetten gebaut werden und Lederhandschuhe angefertigt werden.

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Das Museum „Besenwelten“ in Günzburg bietet von 14 bis 18 Uhr unter dem Motto „Der singende und tanzende Hexenbesen“ zahlreiche Attraktionen an. Es können zum Beispiel der „Schweizer Krümelisammler“, ein Elefantenschwanz oder ein Blechkarussell besichtigt werden – und mit einem Becher „Hexenblut“ gelingt auch das Mu-seumsquiz.

Im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen kann man von 10 bis 17 Uhr die Ausstellungen „Was macht die Kuh im Kühlschrank?“ und „Die Jüdische Schule in Bayern“ (die Torawimpel aus der ehemaligen Synagoge Ichenhausen werden zum letzten Mal gezeigt) besichtigen. Auch das historische Klassenzimmer steht offen. Um 11 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung „Die Jüdische Schule in Bayern“. Um 14 und 15.30 Uhr kann man bei einer „Baustellenführung“ einen Blick in die Zukunft der neuen Dauerausstellung im Unteren Schloss werfen.

Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen ist von 13:30 bis 17 Uhr geöffnet. Es wird die Ton-Bild-Schau gezeigt und die Mikwe (rituelles Tauchbad) kann besichtigt werden. Eine kleine Ausstellung „Verborgene Vergangenheit“ zeigt Stücke aus der Ichenhausener Geni-sa, die vor 30 Jahren geborgen wurden. Vom Zerfall gezeichnet erzählen sie Geschichten von Vergangenem und Vergänglichkeit. Die Ausstellungsstücke werden erstmalig der Öffentlichkeit vom 2. bis 9. September 2018 gezeigt. Von 15 bis 16 Uhr findet eine Führung auf dem jüdischen Friedhof statt. Treffpunkt ist der Parkplatz bei der Freizeit- und Minigolfanlage am südlichen Stadtrand von Ichenhausen.

Die historische Werkstatt „Zum Alten Mayr“ sowie das Werkstattcafé in Ichenhausen sind ab 11 Uhr geöffnet mit stündlichen Führungen. Die historische Werkstatt existiert bereits seit über 100 Jahren. Alle Maschinen sind über Riemen angetrieben und noch alle funktionstüchtig. Nach der Besichtigung bietet es sich an, das neugestaltete Werkstattcafé zu besuchen.

Die „Oldtimerfreunde Kemnat-Mindeltal“ öffnen ihr „Museum im Dorf“ von 13 bis 17 Uhr.

Im Mittelschwäbischen Heimatmuseum Krumbach gibt es um 11.30 und 14.30 Uhr eine Führung mit dem Titel „Sind wir bayerisch? – Wir sind bayerisch!“ Beleuchtet werden die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in Mittelschwaben von 1806 bis heute. Die kurzweilige Themenführung geht der Frage nach, inwiefern die bayerische Verfassung von 1818 und die Gründung des Freistaates im Jahre 1918 Auswirkungen auf Mittelschwaben hatten. Um 13.30 und 15.30 Uhr gibt es Führungen mit dem Titel „Neue Heimat Mittelschwaben – Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen Ostgebieten“. Mit Audioguides tauchen die Besucher in die Geschichte Mittelschwabens ein. Die Hörführung gibt es auch als App fürs Smartphone.

Die Hammerschmiede Naichen ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die noch original eingerichtete Werkstatt und Wohnung des letzten Schmiedes auf der Hammerschmiede Naichen, Serafin Stocker, geben Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt eines Handwerkers im letzten Jahrhundert. Ein Teil der Dauerausstellung beschäftigt sich mit der Nutzung der Wasserkraft früher und heute. Dazu gibt es einen spannenden Rätselspaß für die ganze Familie. Das alte Handwerk der Schmiedekunst lässt sich außerdem hautnah erleben, wenn sich der Schmied bei seiner Arbeit über die Schulter sehen lässt, während er das Eisen am offenen Feuer zum Glühen und unter geschickten Hammerschlägen in Form bringt. Um 14 Uhr findet eine Führung in der Schmiede statt. Um 15 Uhr wird eine Führung für Erwachsene durch die Sonderausstellung „Angebandelt. Ein Date mit der Schürze“ im Stockerhof angeboten. Das Thema der Sonderausstellung greift die Trachtenberatungsstelle des Bezirks Schwaben mit der Schneideraktion „Die schnelle Schürze“ auf. Hier können die Teilnehmer sich unter Anleitung selbst eine Schürze schneidern. Kleine Museumsbesucher haben die Möglichkeit, Schürzen mit Stofffarben bunt zu gestalten.

Die Kreisheimatstube Stoffenried ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt einige Mitmachaktionen und Spiele für Kinder im Garten sowie Kurzführungen durch die Gebäude der Kreisheimatstube. Anni Böck erzählt Märchen am Spinnrad. (zg)

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