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Kreisklinik

24.04.2015

Neues Instrument im Kampf gegen Tumoren

Der Förderverein der Kreisklinik Günzburg hat ein neues Gerät für die endoskopische Abteilung finanziert. Um den Argon-Beamer versammelten sich (von links) Vereinsvorsitzender Dr. Clemens von Gottberg, Klinikvorstand Dr. Volker Rehbein, Schwester Maike Götz; Chefarzt Dr. Peter Müller; Andreas Mugler, Direktor Klinikmanagement; Dr. Ralf Straßner, Zweiter Vorsitzender.
Bild: Förderverein

Wie ein Argon-Beamer die Behandlung verbessern soll

Die endoskopische Abteilung der Günzburger Kreisklinik hat jetzt einen Argon-Beamer. Mit dem Gerät eröffnen sich neue Behandlungsmöglichkeiten für die mehr als 1500 Patienten, die jedes Jahr dort medizinische Hilfe bekommen. Finanziert hat die 8000 Euro teure Anschaffung der Verein zur Förderung der Klinik Günzburg.

Das Argon-Plasma-Koagulationsgerät, kurz Argon-Beamer, eröffnet neue Möglichkeiten in der endoskopischen Behandlung von flächenhaften Tumoren oder von akuten Blutungen im Magen- oder Darmbereich, erklärt Fördervereinsvorsitzender Dr. Clemens von Gottberg. Endoskopische Behandlung bedeutet, dass man mit einem flexiblen Spiegelinstrument durch den Mund in den Magen oder die Luftröhre gelangen kann oder durch den Darmausgang in den Dickdarm, ohne dass eine Operation notwendig ist. Gottberg: „Bei den herkömmlichen Instrumenten stand eine elektrische Schlinge oder eine bewegliche Injektionsnadel zur Verfügung. Mit ersterer kann man erhabene Tumoren mit elektrischem Strom abtragen, wenn man sie mit der Schlinge umfassen kann. Dabei kann es zu erheblicher Hitzeentwicklung kommen, die die Darmwand schädigen kann.“ Mit der Injektionsnadel könne der Arzt blutende Gefäße mit einem Medikament umspritzen, sodass diese sich schließen und die Blutung zum Stillstand kommt. „Nach Abklingen der Medikamentenwirkung kann die Blutung von Neuem beginnen.“

Mit dem jetzt übergebenen „Argon-Beamer“ können die Mediziner der Kreisklinik auch flächenhafte Tumoren abtragen, um die man keine Schlinge legen könnte, oder blutende Gefäße zuverlässig verschließen. „Diese Art der Behandlung ist deutlich schonender für das Gewebe der Darmwand und Komplikationen, wie eine ungewollte Eröffnung der Darmwand, sind erheblich seltener.“ Von dem neuen Therapiegerät würden viele profitieren, ist sich der Förderverein sicher. (zg)

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