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Günzburg

26.02.2020

Neues Pralinengeschäft eröffnet bald am Marktplatz

Gerhard Kleebaur betreibt seit mehr als fünf Jahren ein Feinkostgeschäft in Reisensburg. Am Günzburger Marktplatz eröffnet er nun sein zweites Geschäft, wo er auch Pralinen, Liköre und vieles mehr verkauft.
Bild: Michael Lindner

Plus Am Marktplatz gibt es bald ein Feinkostgeschäft. Wie es mit dem Standort in Reisensburg weitergeht und wie man Pralinen in den eigenen vier Wänden lagert.

Verlockend sehen die kleinen Kügelchen ja aus. Und dazu noch dieser süßliche Duft – wer kann da schon widerstehen? Kaum jemand, das weiß auch Gerhard Kleebaur. Der 62-Jährige betreibt seit mehr als fünf Jahren sein eigenes Geschäft im beschaulichen Günzburger Ortsteil Reisensburg. Dort verkauft er Delikatessen, sein Hauptgeschäft sind Pralinen. Und weil die Nachfrage so hoch ist, wird es in Kürze einen zweiten Standort mit den Leckereien geben. Mitten in Günzburg , am Marktplatz.

Kleebaur steht an diesem Vormittag im Verkaufsraum in Reisensburg. Um ihn herum sind unterschiedlichste Pralinensorten aufgereiht – zartbitter, weiße Schokolade, Nugat; um nur einige zu nennen. Mehr als 80 unterschiedliche Sorten bietet er derzeit an. An Weihnachten sind es bis zu 140. „Das ist auch unser umsatzstärkster Monat. Da warten die Kunden schon mal vor der Türe, weil im Laden kein Platz mehr ist“, sagt der Geschäftsführer. Mehr als 1000 Kilogramm Pralinen verkauft er pro Jahr.

Auch nach fünf Jahren schmecken Gerhard Kleebaur die Pralinen noch immer

Kleebaur hat jede einzelne Sorte schon einmal probiert. Damit die Leckereien nicht zu sehr ansetzen, treibt der 62-Jährige viel Sport und geht mit seinem Mischlingshund häufig spazieren. Und obwohl er berufsmäßig so viel mit Pralinen zu tun hat, versichert Kleebaur: „Mir schmecken sie noch immer.“

Gerhard Kleebaur eröffnet die zweite Filiale seines Feinkostgeschäfts. Am Marktplatz in Günzburg gibt es nun auch Pralinen, Liköre und vieles mehr.
Bild: Michael Lindner

Die Leckereien bezieht er hauptsächlich von einer kleinen Manufaktur aus Belgien. Dort werde noch Wert auf Handarbeit gelegt. Seine Kunden nehmen mitunter eine weite Anreise auf sich: Sie kommen aus Ulm , Krumbach , Dillingen oder Wertingen. Viele seien Stammkunden, die vor allem im Sommer gut ausgestattet zu ihm kommen – mit einer Kühltasche. Nicht, dass die guten Pralinen auf dem Heimweg innerhalb weniger Minuten dahinschmelzen.

Pralinen sollen auf keinen Fall im Kühlschrank gelagert werden

Überhaupt ist die richtige Lagerung der edlen Schokolade wichtig. Kühl soll es sein, aber keinesfalls zu kühl. „Ein Kühlschrank geht gar nicht. Da verlieren die Pralinen an Qualität und der Geschmack kann sich auch nicht richtig entfalten. Außerdem sind im Kühlschrank zu viele Gerüche“, sagt Kleebaur. Besser sei es, die Pralinen im Keller oder in der Speis zu lagern. Ansonsten sei das Schlafzimmer eine gute Möglichkeit, weil es dort in der Regel am kühlsten ist.

Die ideale Temperatur für Pralinen liegt bei 16 Grad, aber auch 20 Grad machen ihnen nichts aus, so Kleebaur. In dem kleinen Geschäft in Reisensburg zeigt das Thermometer 15,4 Grad an. Auf die Luftfeuchtigkeit sollte man ebenfalls achten, bloß nicht zu hoch sollte sie sein. Wer diese Tipps beachtet, hat länger etwas von seinen Pralinen. Drei Monate könne man sie problemlos lagern, je nach Sorte auch fünf oder sechs Monate. Aber je länger man warte, desto mehr büßen sie an Qualität ein.

Mehr als 80 Brände und Liköre gibt es in dem Geschäft in Reisensburg

Kleebaur erinnert sich gut, wie 2013 alles angefangen hat. Damals ging die Besitzerin von „Selection Exquisit“ in den Ruhestand. Kleebaur und seine Frau kauften dort selbst hin und wieder Pralinen und Kaffee ein. Ein Jahr lang wurden sie immer wieder gefragt, ob sie das Geschäft fortführen möchten. Im November 2014 war es dann so weit und der inzwischen 62-Jährige eröffnete den Laden nach einem Jahr Leerstand. Keine 40 Quadratmeter ist das Geschäft in Reisensburg groß. Neben Pralinen gibt es dort auch Tee- und Kaffeesorten, hochwertige Öle und Balsamica, aber auch Wein und mehr als 80 unterschiedliche Brände und Liköre.

Gerhard Kleebaur eröffnet die zweite Filiale seines Feinkostgeschäfts. Am Marktplatz in Günzburg gibt es nun auch Pralinen, Liköre und vieles mehr.
Bild: Michael Lindner

Doch das Geschäft in Reisensburg ist nun räumlich an seinen Grenzen angelangt. Außerdem gebe es Kunden, die einen Standort in zentraler Lage in Günzburg präferieren. Das ist am Marktplatz gegeben. „Die Kunden können hier ihren Einkauf oder Gang zum Arzt mit einem Besuch bei uns verbinden. Außerdem gibt es hier im Gegensatz zu Reisensburg auch Laufkundschaft“, freut sich Kleebaur.

"Kleebaur Exquisit" eröffnet in der ehemaligen "Klamotte"

Dort, wo zuvor die Boutique „Klamotte“ war, wird seit einigen Wochen renoviert. Bis Freitagmorgen soll alles fertig sein, dann eröffnet auf knapp 70 Quadratmetern „Kleebaur Exquisit“. Auch während des Fastenmarkts am Sonntag ist geöffnet. In Günzburg wird dasselbe Sortiment wie in Reisensburg angeboten. Und auch der bisherige Standort soll erhalten bleiben – zumindest vorerst. „Wir schauen jetzt, wie es läuft und werden dann entscheiden“, sagt Kleebaur.

Dass es in Günzburg Konkurrenz mit anderen Geschäften gibt, befürchtet der 62-Jährige nicht. Es gebe zwar viele Weinhändler in der Stadt, aber das sei nicht sein Hauptgeschäft. Und auch wegen der Pralinen macht er sich keine Sorgen: „Ich glaube nicht, dass wir uns gegenseitig wehtun, da wir ein anderes Sortiment haben.“ Aber auch das wird die Zukunft zeigen.

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