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Gundremmingen

16.07.2016

Noch 68000 Euro bis zum Dorfladen

9200 Euro zeigte die Dorfladenmesslatte am Montag noch an. 80000 Euro werden benötigt. Im Bild von links vor dem Eingang des möglichen zukünftigen Gundremminger Dorfladens: Willi Schiele, Alexa Kille und Christina Berchtold vom Arbeitskreis, sowie Bürgermeister Tobias Bühler.
Bild: Peter Wieser

Warum jetzt die Gundremminger Bürger gefragt sind.

80000 Euro Kapital sind nötig, dann stünde dem Gundremminger Dorfladen nichts mehr im Wege. Am Montag wurden im Auwald-Sportzentrum die ersten Anteile gezeichnet – innerhalb einer Stunde konnte ein Startkapital von 9200 Euro aufgebaut werden. Dort hatte erneut eine Informationsveranstaltung stattgefunden, bei der sich etwa 70 Bürger über den aktuellen Stand informierten.

Ein weiteres Mal erläuterte Volker Hahn von Institut für Nahversorgungs Services, der das Projekt begleitet, die grundlegenden Punkte, wie Gesellschaftsform, Lieferanten und Warensortiment, aber auch Details zu Umbau und Einrichtung. Das zentral gelegene und barrierefreien Gebäude, in dem sich zuletzt Filialen von Raiffeisenbank und Sparkasse befanden, wäre dafür der ideale Standort.

Eine Messlatte am Rathaus 

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In den vergangenen Tagen wurden weitere Anteile über fast 3000 Euro gezeichnet. Eine dafür angefertigte spezielle „Dorfladenmesslatte“, aufgestellt am Rathaus, zeigt den aktuellen Stand an. Doch der Weg ist noch weit – bis zum Ende der vorgesehenen Zeichnungsfrist am 30. August fehlen noch rund 68000 Euro. Der Dorfladen sei nicht etwas, was die Gemeinde macht, sagt Willi Schiele, Gemeinderat und Mitglied im Arbeitskreis. „Jetzt sind die Bürger gefragt. Der Fragebogen hat eindeutig gezeigt, dass sich die Bevölkerung einen Dorfladen wünscht.“

Inzwischen hätten sich bereits einige Direktvermarkter zur Belieferung mit einheimischen Produkten gemeldet. Demnächst werde man mit einer Gärtnerei in Gundelfingen in Verbindung treten, speziell was Bioprodukte betreffe, so Schiele. Am Wochenende wird der Arbeitskreis übrigens mit einem Infostand bei Bauernhofeis, gebrannten Mandeln und weiteren Schleckereien und natürlich mit der Dorfladenmesslatte beim Gundremminger Gartenfest informieren. Dort soll dann auch die Möglichkeit bestehen, weitere Anteile zu zeichnen. Bewirkt hat der Arbeitskreis inzwischen schon einiges, Ideen, wie die Sonnenschirme und die Bistrotischchen am Vorplatz als Treffpunkt für Jung und Alt, gibt es viele.

Jetzt liegt es an der Bevölkerung 

Doch dies steht noch in weiter Ferne. Die Gemeinde unterstütze das Projekt, letztendlich liege es aber an der Bevölkerung, ob es realisiert werden könne, betont Gundremmingens Bürgermeister Tobias Bühler.

Doch auch er zeigt sich zuversichtlich: „Wir werden das schaffen.“ Zudem könnte es, was die Umbauarbeiten betrifft, durchaus einen Zuschuss seitens des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geben.

Ende August wird es sich zeigen, ob die Messlatte einen Stand von 80000 Euro anzeigt: Dann würde die Gründung einer Unternehmergesellschaft erfolgen und mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Und vielleicht könnte es in Gundremmingen noch in diesem Jahr tatsächlich heißen: „Einkaufen, wo wir zuhause sind.“

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