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Günzburg

09.02.2018

Norovirus greift um sich

Bei drei Patienten der Günzburger Kreisklinik ist mittlerweile nachgewiesen, dass sie das Norovirus haben. Isoliert sind im Augenblick 17 Menschen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Insgesamt 17 Patienten sind derzeit im Günzburger Kreiskrankenhaus isoliert. Was das bedeutet.

In der Günzburger Kreisklinik hat die Hygienefachkraft derzeit alle Hände voll zu tun: 17 Patienten liegen isoliert in Zimmern des Krankenhauses, weil der Verdacht besteht, dass ihre Erkrankung hochansteckend ist. Die Zahl nannte Helmut Sauler von der Klinikleitung der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Das Norovirus greift um sich“, so Sauler. Von den 17 Patienten hätten 13 Durchfall. Bei dreien ist die Viruserkrankung bislang mit Tests bestätigt. Jahreszeitlich gehörten „die ersten Monate eines Jahres “ solchen und ähnlichen Erkrankungen. Häufig seien es ältere Menschen, die in die Klinik kommen. Da sie auch ziemlich schnell dehydrierten, habe das Krankenhaus diese Patienten vorsorglich stationär aufgenommen.

Eine Schürze, Mund- und Handschutz gehören zu den üblichen Maßnahmen für das Personal und für Besucher des Erkrankten gleichermaßen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Die Isolationszimmer sind vornehmlich in den beiden Stationen der Inneren Medizin eingerichtet.

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Kann es sich die Günzburger Kreisklinik da leisten, wie berichtet,insgesamt 21 Betten (jeweils drei in den sieben Stationen) zu sperren, weil die Personalvertretung damit seit Jahresbeginn und noch bis Ende März demonstrieren möchte, dass die Pflegekräfte einfach nicht ausreichen? Das Günzburger Krankenhaus leistet es sich nicht. Es sei nur noch ein Zimmer unbelegt, was zwei Betten entspreche.

Die Personalvertretung habe angesichts der Situation flexibel reagiert, lobt Sauler. Alles andere wäre bei den Patienten vermutlich auf Unverständnis gestoßen. Denn selbst mit den zur Verfügung stehenden Betten müssen Patienten, bei denen nicht der Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung besteht, eine gewisse Zeit in ihrem Bett im Krankenhausgang zubringen.

Sauler betont, dass nach der Entlassung eines zuvor isolierten Patienten das jeweilige Zimmer erst aufwendig gereinigt und desinfiziert werden müsse. „Und das kostet Zeit.“ Erst nach dieser „Aufbereitung“ könne der „Gangpatient“ den Raum benutzen.

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