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Jettingen-Scheppach

30.01.2019

Nun ist hier sogar eine Dreifach-Sporthalle eine Option

Neben dem Sportgelände des VfR Jettingen ist eine neue Sporthalle geplant. Im März soll der Gemeinderat darüber abstimmen, ob es eine 2,5-fach- oder eine Dreifach-Halle wird.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Vereine haben den Wunsch geäußert. Allerdings würde diese Variante die ursprünglich einkalkulierten Kosten von fünf Millionen Euro bei Weitem übersteigen.

Es ist nicht einmal ein Jahr her, da hat Bürgermeister Hans Reichhart im Rat für eine neue Sporthalle geworben. Für 3,5 Millionen Euro könne ein vernünftiges Gebäude gebaut werden, sagte er damals. Im November gab er dann zu, dass die angesetzten Gesamtkosten von 4,4 Millionen Euro „sehr sportlich“ seien. Tatsächlich könnten die Kosten noch weit darüber liegen. Erst recht, nachdem sich Vereinsvertreter kürzlich für eine Dreifach-Halle ausgesprochen haben. Die neuesten Pläne wurden am Montag in der Gemeinderatssitzung vorgestellt. Jetzt stehen Summen zwischen sechs und knapp acht Millionen Euro im Raum.

Die Planung für die Halle übernimmt, wie berichtet, eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus dem heimischen Architekturbüro Axmann und Weiß aus Burgau und der BH Architektengesellschaft aus München. Deren Geschäftsführerin Ulrike Donner stellte im November zwei Varianten vor, in die sie die Wünsche der Verwaltung nach einer sogenannten 2,5-fach-Halle umgesetzt hatte. Dabei handelt es sich zwar um drei Hallenteile (44 mal 22 Meter), die aber weniger Auslaufraum haben und nicht für Bundesligawettkämpfe geeignet sind. Generell berücksichtigt werden muss beim Bau der Halle ein Niveauunterschied von 1,60 Meter.

Es gibt viele Spielmöglichkeiten für das Projekt

Schon damals erklärte die Planerin, dass es viele Spielmöglichkeiten gebe und sie sich selbstverständlich nach den Vorgaben des Rats richte. Ihr Vorschlag, doch einen Workshop zu machen, bei dem auch Vereinsvertreter eingeladen werden und über die Pläne diskutiert wird, wurde Anfang Januar in die Tat umgesetzt. Fazit dieses Treffens: Den Vereinen würde eine Dreifachturnhalle zusagen. Die Planerin wurde daraufhin beauftragt, die bisherigen Modelle auszubauen und die Kosten zu berechnen.

Nun ist hier sogar eine Dreifach-Sporthalle eine Option

Letztere hätte Ulrike Donner am liebsten nicht in der Öffentlichkeit präsentiert, wie sie gegenüber unserer Zeitung sagte. Schließlich seien es nur geschätzte und keine endgültigen Zahlen, sie habe einen Durchschnittswert von Hallen mit mittlerem Standard gebildet. Je nachdem, wofür sich die Räte entscheiden, kann am Ende ein niedrigerer oder noch höherer Wert herauskommen. Die Zahlen sorgten dann für weniger Aufsehen, als eine neue Variante, die Donner vorstellte. Hier die Varianten im Überblick:

Das ist Variante 1

Diese Variante ist eine eingeschossige 2,5-fach-Halle, die den Eingang südseitig beim Sportheim vorsieht. Er ist barrierefrei vom Parkplatz, der zwischen Sporthalle und Hauptstraße ist, erreichbar. Der Eingangsbereich verfügt über einen freistehenden Cateringbereich und Blick in die Halle. Die Tribüne ist niveaugleich erreichbar. Die Sporthalle, Umkleiden, Sanitärbereich und eine Gymnastikhalle liegen circa 1,60 Meter unter dem Eingangsbereich, niveaugleich mit dem Sportplatz. Barrierefreiheit wird über einen kleinen Plattformlift gewährleistet. Eingeplant ist auch ein Raum für einen Jugendtreff. Die Gesamtfläche liegt hier bei etwa 2500 Quadratmetern. Insgesamt müsste mit etwa 6,4 Millionen Euro gerechnet werden (reine Baukosten: 4,8 Millionen Euro). Möglich wäre auch eine spiegelverkehrte Variante, bei der sich die Tribüne statt auf der linken auf der rechten Seite befindet.

Das ist Variante 2

Die Details sind gleich, es handelt sich aber um eine Dreifach-Halle (45 mal 27 Meter). Die Fläche ist mit circa 2800 Quadratmetern größer als Variante eins, die Kosten erhöhen sich auf 7,1 Millionen Euro.

Das ist Variante 3

Auf Wunsch einiger Räte, den Platz unter der Tribüne zu nutzen, wurde diese Variante erstellt. Es handelt sich um eine zweigeschossige 2,5-fach-Halle mit Aufzug. Umkleiden und Sanitärbereich liegen etwa 1,60 Meter unter dem Eingangsbereich, niveaugleich mit dem Sportplatz. Gymnastikraum und Umkleide befinden sich auf demselben Niveau wie der Eingang, die Tribüne ist im ersten Obergeschoss, etwa 3,70 Meter über dem Sportfeld. Die Gesamtfläche liegt bei etwa 2800 Quadratmetern, die Kosten belaufen sich auf 7,1 Millionen Euro.

Das ist Variante 4

Eine Dreifach-Halle mit dieser Ausstattung würde auf eine Fläche von 3100 Quadratmetern und Kosten von geschätzten 7,9 Millionen Euro kommen.

Das ist Variante 5

Diese Planung stellte Ulrike Donner erstmals vor. Hierbei spiegelte sie nicht nur die Dreifach-Halle, sondern versetzte den Eingang nach Südosten. Dies gefiel den meisten Räten besonders, da der Eingang direkt von der Hauptstraße zu sehen ist. Möglicherweise könnte auch bei einer 2,5-fach-Halle der Eingang nach Südosten versetzt werden. Die Kosten würden sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen.

Paul Heinle (Freie Wähler) regte an, eine andere Dachform zu wählen. Mit einem Flachdach könne er nichts anfangen. Auch warf er in den Raum, sich über den Bau einer Fotovoltaikanlage Gedanken zu machen. Josef Seibold (CSU) hingegen bat alle Kollegen noch einmal ausdrücklich, vor einer Entscheidung in sich zu gehen und genau über die Kosten nachzudenken. „Das sind rekordverdächtige Summen“, warnte er. „Wir müssen aufpassen, was wir planen.“

Bürgermeister Reichhart betonte, dass sich die Gemeinde auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen lasse. Nach so vielen Jahren komme es auf ein paar Tage mehr nicht an. Ganz ohne Zeitplan geht es allerdings nicht. Im März soll der Gemeinderat eine Entscheidung treffen, ob es eine 2,5- oder doch eine Dreifach-Halle sein soll. Danach könne in die Detailplanung eingestiegen und im Herbst ausgeschrieben werden. Und wenn dann nichts mehr dazwischenkommt, könnten die ersten Bagger im Frühjahr 2020 am Sportplatz anrollen.

Lesen Sie hier: „Jettingen bekommt Einblicke in eine neue Sporthalle“

Lesen Sie hier: „Ein erster Schritt hin zu einer neuen Sporthalle“

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