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Mountainbike

23.03.2021

Obergessertshausen und Krumbach bewerben sich für künftige Großevents

Spektakulär ist der Altstadt-Kurs in Krumbach. Unter der Kirche St. Michael saust Lokalmatador Georg Egger die Treppe hinunter.
Foto: Armin Küstenbrück/Ego-Promotion

Plus Nach dem Bundesliga-Auftakt: Die Profis loben den selektiven Kurs und die Organisation durch den MSC Wiesenbach. Wie Lokalmatador Georg Egger seinen Sturz verkraftet.

Platz fünf bis sieben – das hatte sich Georg Egger als Platzierung für den Wettkampf auf seiner Hausbahn ausgemalt. Es blieb beim Wunsch. In der Endphase des Bundesliga-Rennens in Obergessertshausen stürzte der Lokalmatador. Eine Unkonzentriertheit wurde ihm zum Verhängnis. An ein Weiterfahren war nicht zu denken; er selbst und sein Rad trugen ein paar böse Schrammen davon.

Sein optimistisches Gemüt trübte das Malheur nicht lange. Kaum war die Platzwunde oberhalb des Auges genäht, versicherte Egger bereits, es sei „alles in allem nicht so schlimm. Ich kann das gut verkraften. Aber ich hoffe natürlich, dass es beim nächsten Heimrennen besser läuft.“

Damit erinnerte er daran, dass er bereits ein halbes Jahr vor diesem Sonntag im März 2021 auf derselben Strecke nicht optimal abgeschnitten hatte. Damals, es ging um die Deutsche Meisterschaft, hatte es statt zum insgeheim erhofften Treppchenplatz nur zu Rang neun gereicht.

An der Form lag es nicht

An der Form lag es diesmal nicht. Wie stark Egger bereits zu Beginn dieser Olympia-Saison ist, hatte er tags zuvor beim Altstadtrennen in Krumbach unterstrichen. Unter der vom weiß-blauen Himmel lachenden Sonne lieferte er in diesem ersten Radrennen, das heuer in Deutschland ausgetragen wurde, allen Konkurrenten aus der Weltspitze ein beherztes Rad-an-Rad-Duell. Teilweise führte der 25-Jährige sogar. Am Ende wurde er toller Vierter.

Die Fahrer auf der ersten Runde. Noch sind Trikots und Räder sauber, doch ein genauer Blick auf den Untergrund lässt bereits erahnen, dass das Rennen auch zu einer Frage der Kraft und der Fahrtechnik wird.
Foto: Armin Küstenbrück/Ego-Promotion

Die Kraft brachte Egger also durchaus auf die Pedale. Allerdings ist der Obergessertshauser unter den internationalen Klasse-Fahrern einer, der mit schlechten Streckenbedingungen eher weniger gut zurechtkommt. Und die spektakulär gebaute und nach Ansicht aller Profis äußerst selektive Strecke im südöstlichsten Winkel des Landkreises Günzburg war diesmal ähnlich schwer zu bewältigen als bei den Titelkämpfen im Oktober 2020.

Ein Sport für Kämpfernaturen

Dabei hatten die örtlichen Organisatoren um Herbert Egger im Vorfeld alles unternommen, um den Kurs zu präparieren. „Wir haben über die Tage vor dem Rennen in stundenlanger Arbeit Schotter in die Strecke eingebracht, um den Untergrund zu verfestigen“, berichtete der Vater der mountainbikenden Brüder Georg und Andreas. Die Natur im schwäbischen Spätwinter war letztlich ein bisschen stärker – aber das gehört zu diesem Sport für Kämpfernaturen.

Anton Sieber: "Ein toller Erfolg für uns"

Beschwerden seitens der Fahrer gab es entsprechend keine, zumal organisatorisch alles funktionierte. Die Sportler machten allein schon deshalb glückliche Gesichter, weil das Rennen überhaupt stattfand. Und sie bekräftigten unisono, dass sie gerne wiederkommen würden. Dem steht wohl nichts entgegen, zumal sich der örtliche Ausrichter MSC Wiesenbach um seinen Vorsitzenden Anton Sieber als ebenso zuverlässiger wie freundlicher Gastgeber vorstellte. Das Bundesliga-Wochenende jedenfalls war aus Siebers Perspektive „ein toller Erfolg für uns.“

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