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Landkreis Günzburg

14.01.2015

Offingen schließt sich der Seniorengemeinschaft an

Bis ins hohe Alter zuhause wohnen – das ist der Plan der meisten Menschen. Irgendwann kommt die Zeit, da es im Haushalt ohne Hilfe nicht mehr geht. Offingen wird  dafür künftig von der Seniorengemeinschaft betreut.

Die Marktgemeinde knüpft an das Angebot in Günzburg und Umgebung an. Ein eigenes Projekt der Nachbarschaftshilfe ist in Offingen gescheitert.

„Amos“ ist gescheitert. Sieben Jahre lang haben Ehrenamtliche, die Seniorenbeauftragte Monika Schweizer und die Offinger Verwaltung versucht, das Projekt „Aktive Menschen Offingen Schnuttenbach“ mit Leben zu füllen. Das sei nicht gelungen, sagte Bürgermeister Thomas Wörz (SPD) gestern im Marktgemeinderat. „Es sind uns Helfer abgesprungen, weil zu wenig Hilfe abgefragt wurde.“ Wörz’ Vorgänger Alois Brunhuber hat die Nachbarschaftshilfe 2007 ins Leben gerufen. Die Idee: Ehrenamtliche bieten Senioren, die zum Beispiel Unterstützung im Haushalt benötigen, kleinere Dienste an.

Wörz ist überzeugt: „Langfristig werden wir solche Angebote stärker benötigen.“ Völlig aufgeben will die Marktgemeinde das Projekt deshalb nicht. Gemeinsam mit der Seniorenbeauftragten hat der Bürgermeister nach Alternativen gesucht. Die Lösung: Amos wird in die Seniorengemeinschaft des Landkreises Günzburg überführt. Dabei handelt es sich um einen im Oktober gegründeten Verein, der bereits in Günzburg, Leipheim und Bibertal aktiv ist (wir berichteten). Die Seniorengemeinschaft wird das Gemeindegebiet Offingen künftig mitbetreuen.

Bald soll es eine Informationsveranstaltung

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Einstimmig hat sich der Marktgemeinderat für diese Beteiligung ausgesprochen. Außerdem wird Offingen als Zeichen der Wertschätzung für das geleistete Engagement Mitglied im Verein. Der Beitrag liegt bei 120 Euro im Jahr. Laut Wörz sind bereits einige Senioren aus Offingen im Verein. Sie bezahlen neben ihrem Mitgliedsbeitrag (30 Euro jährlich für Alleinstehende, 45 Euro für Ehepaare) acht Euro pro geleisteter Arbeitsstunde, die Helfer bekommen sechs Euro pro Stunde. Der Differenzbetrag von zwei Euro fließt in das Büro des Vereins. Es ist halbtags besetzt und bringt Hilfesuchende und Helfer zusammen. Neben den Mitgliedsbeiträgen werden auch Spendengelder zur Finanzierung des Vereins herangezogen.

Wie SPD-Rätin Monika Schweizer berichtete, hat der Verein innerhalb von vier Wochen bereits 100 Helfer gefunden. Die Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde lobte den Ansatz, die Generationen wieder zusammenbringen zu wollen. So könnten junge Menschen, die sich mit dem Computer auskennen, beispielsweise Senioren helfen, eine Reise übers Internet zu buchen.

Offinger Bürger, die sich für das Angebot der Seniorengemeinschaft interessieren, können sich bald Informationen aus erster Hand holen. Wie Bürgermeister Wörz sagte, will die Gemeinde eine Informationsveranstaltung organisieren.

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