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Offingen

03.07.2019

Offingen träumt von einer Treppe in die Donau

Offingen möchte naturnahe Zugänge zu einer erlebbaren Donau. Ein Konzept liegt bereits vor. Bei einer Förderung könnte im Bereich der Radlertankstelle eine Ufertreppe entstehen, auch eine Sonnenterrasse mit einem Einstieg in die Donau wäre möglich.
Bild: Peter Wieser

Offingen zeigt großes Interesse an einem naturnahen Zugang zum Fluss. Dafür könnte es Fördermittel geben. Was der Marktgemeinde dabei wichtig ist.

Seit mehr als zehn Jahren versucht der Markt Offingen mit einer Beteiligung am Naturschutzgroßprojekt „Schwäbischer Donauwald“ naturnahe Zugänge zur Donau zu erreichen. Um eine Lösung zu finden, war nach Gesprächen mit Ralf Klocke, zuständig bei den Bayerischen Elektrizitätswerken für Ökoprojekte, die Erstellung eines Modulplans beschlossen worden. Sollte ein Förderprogramm kommen und sollten Fördergelder bereitgestellt werden, hätte der Markt damit bereits ein Konzept vorliegen.

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Ein Modulplan mit verschiedenen Maßnahmen für eine ökologische Gestaltung auf Kostenschätzungsebene liegt inzwischen vor. Ralf Klocke erläuterte in der jüngsten Sitzung des Offinger Marktgemeinderats, wie diese mit der BEW als Projektträger, in einem Kooperationsprojekt mit anderen Kommunen realisiert werden könnten. Bei einer Leader-Förderung in Höhe von 60 Prozent und einem zehnprozentigen Eigenanteil der BEW aus Mitteln des LEW-Stromprodukts „Strom Aqua Natur“ verbliebe dem Markt Offingen ein Anteil von 30 Prozent.

Markt Offingen könnte in den Genuss einer baldigen Förderung kommen

Dieser könnte durchaus noch in der bestehenden Förderperiode in den Genuss einer Förderung kommen. Wenn eine solche zu Ende gehe, passiere es immer wieder, dass noch Gelder zur Verfügung stünden, so Klocke. Gerade kleinere Projekte, wie beispielsweise eine naturnahe Gestaltung der Einmündung in die Donau beim Kraftwerk, ähnlich wie bei der Naumündung in Günzburg (wir berichteten), oder eine Treppenanlage bei der Radlertankstelle würden sich anbieten.

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In der Gemeinderatssitzung galt es, Prioritäten für die einzelnen Module festzulegen sowie Eigenmittel dafür bereitzustellen. Hinsichtlich der Reihenfolge waren sich die Räte einig: An vorderster Stelle stehen eine Sonnenterrasse mit Einstieg in die Donau und eine Ufertreppe mit Ausstieg im Bereich der Radlertankstelle. Die weiteren Punkte sind die Sanierung der Bootslände und Maßnahmen am Donauradwanderweg. Als nächstes folgen das Entstehen eines Kiesstrands und die naturnahe Gestaltung des Grabens beim Kraftwerk sowie der „Stäpfala“ zwischen Offingen und Neuoffingen. Sollten bei einer Förderung alle Maßnahmen berücksichtigt werden, verbliebe dem Markt ein Eigenanteil in Höhe von rund 60 000 Euro netto. Eine finanzierbare Geschichte und ein Betrag, den Offingen auch stemmen könne, wie Bürgermeister Wörz (SPD) betonte.

870000 Euro fließen zu den Rücklagen

Kämmerer Christoph Zeh gab am Montag die Jahresrechnung 2018 bekannt. Erfreulich sei, dass der Ansatz für die Zuführung in den Vermögenshaushalt mit etwa 1,16 Millionen Euro aufgrund von Mehreinnahmen und Ausgabeneinsparungen deutlich überschritten wurde. Weiter konnten aus dem Vermögenshaushalt circa 870 000 Euro den Rücklagen zugeführt werden. Die Verschuldung betrug am Jahresende 2018 etwa 2,1 Millionen, die Rücklage knapp 4,3 Millionen Euro. Man könne die anstehenden Investitionsvorhaben guten Gewissens finanzieren, so Zeh.

Dritte Bürgermeisterin Maria Luise Eberle (CSU) merkte an, dass einige Aufgaben nicht gegriffen hätten und diese den Markt in den kommenden Jahren einholen würden. Sie regte eine weiterhin sparsame Haushaltsführung an und dankte Zeh für seine ausführliche und übersichtliche Darstellung. Bürgermeister Wörz fügte an, dass aufgrund der aktuellen Konjunkturlage nicht alles habe realisiert werden können.

Ähnlich zeigte sich der Zwischenbericht für das laufende Jahr. Sollten die Einnahmen planmäßig verlaufen, könne man zufrieden sein. Größte Ausgabenpunkte, das sei bekannt, seien die Zuschüsse für die sozialen Einrichtungen, wie die Kindertagesstätten, in die man bereits 1,38 Millionen in die Bewirtschaftung gestellt habe. Alles in allem gebe es für den Haushalt 2019 keinen Grund zur Beunruhigung, so Zeh. Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Wörz zu den Beschlüssen aus der vergangenen nichtöffentlichen Sitzung des Marktgemeinderats sowie des Bau- und Umweltausschusses informiert.

Gesamtkonzept für das Gebäude der Feuerwehr Schnuttenbach

Rund 21 000 Euro sollen für Ersatzkleidung der Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Schnuttenbach bereitgestellt werden. Aufgrund Nachbesserungsbedarfs bei den Räumen, den Umkleidemöglichkeiten und der Heizung des Gerätehauses wird für dieses ein Gesamtkonzept erstellt. Weiter soll das Feuerwehrgerätehaus in Offingen eine Schließanlage erhalten. Nachdem sich auf den Friedhöfen unter den Gräbern immer mehr Lücken finden und die Anzahl der Feuerbestattungen auf mehr als 70 Prozent angestiegen ist, soll es in Offingen und Schnuttenbach künftig Urnenerdgräber in neuer Form geben. Dabei finden in jeweils vier Segmenten einer Grabstätte drei Urnen Platz, an einer quadratischen Säule in der Mitte werden die Namen der Verstorbenen angebracht.

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