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Gemeinderat

05.04.2019

Ohne die Anlieger gelingt die Sanierung nicht

In der Drillstraße in Schneckenhofen sind umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant. Fahrbahn, Wasserleitung und Kanal sollen saniert werden, außerdem sollen durchgehende Gehwege auf beiden Straßenseiten platziert werden.
Bild: Sandra Kraus

Die Drillstraße in Schneckenhofen soll verbreitert werden. Warum das nur im Dialog mit den Bürgern geht

Dass Altes durchaus seine Qualitäten haben kann, hat der Bibertaler Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung erfahren. Der Mischwasserkanal, der zwischen 1969 und 1974 in der Drillstraße in Schneckenhofen verlegt wurde, ist nämlich erstaunlich gut und kann grabenlos saniert werden. „Das ist gut für die Finanzen, aber schlecht für unser Ziel, den Fremdwassereintrag in die Kläranlage zu senken“, fasste Bürgermeister Oliver Preußner zusammen.

Ein Fachbüro hatte sich die 220 Meter lange Drillstraße, die die Bubesheimer Straße mit der Bürgermeister-Kempfle-Straße verbindet und für manche eine willkommene Abkürzung darstellt, genauer angeschaut. Sanierungsbedürftig ist die Straße trotz des laut Klaus Habersetzer „erstaunlich guten Kanals“ trotzdem. Die Vorplanung der neuen Drillstraße sieht eine sechs Meter breite Fahrbahn vor, die rechts und links durchgehend von einem 1,50 Meter breiten Gehweg begleitet wird. Der Schulbus wird künftig direkt am Fahrbahnrand halten.

Allerdings müssen die Anwohner bei der Sanierung mitmachen. Es gibt Anlieger, von denen die Gemeinde Grund kaufen muss, andere liegen mit ihrem Besitz auf öffentlichem Grund und müssten zurückbauen. Und dann gibt es noch die Überbauung von Privatgrund durch die Gemeinde. „Das ist nur im Dialog mit den Bürgern zu regeln“, sagte Oliver Preußner unter zustimmendem Nicken der Gemeinderäte.

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Das Ingenieurbüro wird jetzt Kostenvarianten errechnen und zusätzlich noch die Verrohrung des Drillgrabens, der die Drillstraße unterirdisch quert, prüfen. Auf die Anlieger kommen durch die Sanierung keine Kosten zu.

Bürgerfreundlich zeigte sich der Gemeinderat und leitete eine Bebauungsplanänderung in Silheim ein. Der gültige Bebauungsplan „Gänsewiesenweg“ aus dem Jahr 1962 stand einem Bauvorhaben im Garten eines großen Grundstücks im Fahlheimer Weg entgegen. Ganz auf das Baugesuch abgestimmt, wird dort jetzt nach dem einstimmigen Beschluss in Kürze Baurecht geschaffen.

Ebenfalls einstimmig wurde die Interkommunale Datenschutzbeauftragte Eleonore Elbs bestätigt, gemeindliche Datenschutzkoordinatorinnen sind Pia Kreissl und Martina Vögel.

Für die Wahlhelfer bei der Europawahl am 26. Mai beschloss der Gemeinderat einstimmig ein Erfrischungsgeld in Höhe von 40 Euro. Auf Unverständnis stieß der von Drittem Bürgermeister Hubert Wolf geäußerte Wunsch, dass die Sitzungsunterlagen im Ratsinformationssystem gemäß der Geschäftsordnung eine Woche zuvor am Mittwochabend komplett eingestellt werden. Bisher werden immer wieder Anlagen nachgeschoben. „Die letzten Anlagen kommen dann am Freitag, das ist so in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen“, sagte Wolf und plädierte für von Anfang an vollständige Unterlagen.

Keiner der Gemeinderäte von CSU, SPD und BIB wollte sich dem anschließen. Sie setzten in ihren Wortmeldungen auf Flexibilität, was gerade in der heutigen Zeit und im Zuge von Bürgerfreundlichkeit nötig sei. Somit wird Bürgermeister Oliver Preußner auch künftig noch bis zu seinem Dienstende am Freitagnachmittag die eine oder andere Anlage in das Ratsinformationssystem einstellen.

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