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Organspende: Widerspruch ist eine Lösung

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Kommentar Von Till Hofmann
04.09.2018

Täglich sterben in Deutschland drei Menschen, weil es keine Organe für sie gibt. Das ist ein zu hoher Preis.

Ja, es wäre ein Paradigmenwechsel, wenn es in Deutschland bei der Organspende eine Widerspruchslösung gäbe. Das bedeutet: Wer nicht Zeit Lebens eine Organentnahme ablehnt, kommt als potenzieller Spender in Betracht. Und ja: Der Charme der Freiwilligkeit, wie sie noch bei einer Zustimmungs- oder einer Entscheidungslösung betont wird, wäre verflogen.

Wäre das wirklich so schlimm? Ist es nicht viel schlimmer, dass in diesem Land heute, morgen und übermorgen – Tag für Tag drei Menschen sterben müssen, weil es für sie nicht rechtzeitig eine Niere, eine Leber oder ein Herz gegeben hat? 10000 Personen stehen auf Wartelisten. Nicht wenige von ihnen haben eine jahrelange Leidenszeit hinter sich und sind dem Tod geweiht, weil in Deutschland zu wenige bereit sind, Organe zu spenden. Eine Entnahme ist ohnehin nur möglich, wenn von zwei Ärzten unabhängig voneinander der Hirntod des Patienten festgestellt wird.

Wer aus welchen Gründen auch immer – und hier muss sich niemand rechtfertigen – eine Organentnahme ablehnt, widerspricht. Ist das zu viel verlangt? Nein. Deshalb: Widerspruchslösung ja!

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