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02.06.2009

Partnerschaftsbegründer wird Gehweg gewidmet

Ars/Freihalden (bj) - Eine Überraschung zum Schluss machte den Aufenthalt in Ars für die 54 Besucher aus Freihalden endgültig zu einem unvergesslichen Erlebnis. Vor allem für Angelika Rogg-Bigelmaier und ihre Familie. Sie war sichtlich gerührt, als die französischen Freunde den Fußgängerweg entlang des im Dorfzentrum neu erbauten Laden- und Wohnkomplexes "Les Clematites" nach dem Begründer der Gemeindepartnerschaft Ars-Freihalden, in "Passage Eugen Rogg" benannten. Rogg-Bigelmaier durfte das Namensschild und Porträt ihres verstorbenen Vaters enthüllen.

Ars' Bürgermeister Patrick Duvivier, von dem die Idee dazu stammt, wertete den Taufakt als Erneuerung des Verbrüderungseids, den Arser und Freihalder vor 33 Jahren einander geschworen hatten. Ohne zu wissen, dass Eugen Rogg posthum eine solch große Ehre zuteilwerden würde, lag der von ihm verkörperte Geist von Versöhnung, Verständigung und Freundschaft schon die drei vorangegangenen Tage über dem Wiedertreffen nach einem Jahr.

Im Sinne Eugen Roggs wirkte auf Arser Seite in den vergangenen 15 Jahren vor allem Joelle Duperray: Sie wurde offiziell als Partnerschaftskomitee-Vorsitzende verabschiedet und für ihr Engagement und ihre Verdienste von beiden Seiten geehrt. Jettingen-Scheppachs Bürgermeister Hans Reichhart bezeichnete am Festabend das Grundgesetz, das vor 60 Jahren verkündet wurde, als "wichtige Voraussetzung" für die Aussöhnung zwischen Franzosen und Deutschen. Als Erinnerung daran überreichte er seinem Amtskollegen Duvivier einen Nachdruck des Originals des Grundgesetzes als Gastgeschenk für die Bürgerschaft von Ars.

Nicht weniger freuten sich die Gastgeber über das Präsent, das ihnen Paul Heinle machte. Er schenkte ihnen den Abschnitt des Freihalder Maibaums, in den er im Vorjahr als Willkommensgruß für die französischen Besucher die Figur des heiligen Pfarrers von Ars geschnitzt hatte. Ars' heutiger Priester, Antoine Hardy, segnete das Schnitzwerk am Ende der Sonntagsmesse in der Arser Basilika. Nach der Enthüllungszeremonie war es Zeit zum Abschiednehmen - ein Abschied auf Zeit, denn in einem Jahr empfängt Freihalden die Freunde aus Ars.

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