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Waldstetten

21.07.2019

Paula Print erfährt, warum Lastwagenfahrer nicht alles sehen

Mit einem roten Dreieck wurde am Boden der tote Winkel markiert. Der ist so groß, dass alle Kinder der 4a der Grundschule Waldstetten darauf Platz haben.
Bild: Angela Brenner

Zusammen mit den Viertklässlern der Grundschule Waldstetten lernt die Zeitungsente den toten Winkel kennen.

Waldstetten „Nanu, was macht denn ein Lastwagen mitten auf dem Pausenhof?“, wundert sich die Zeitungsente Paula Print während eines Spaziergangs durch Waldstetten. Tatsächlich: Vor der Grundschule steht ein großer Betonmischer, daneben liegt eine rote Plane in Form eines Dreiecks auf dem Boden. Mehrere Viertklässler stehen darin, lachen und winken aufgeregt.

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„Hallo, was macht ihr denn hier?“, will die Zeitungsente gleich wissen. Schnell erfährt Paula, dass die Schüler etwas über den toten Winkel lernen. „Toter Winkel? Was ist denn das? Das habe ich ja noch nie gehört“, schnattert sie aufgeregt.

Gefahren im Straßenverkehr

„Hallo Paula“, ruft ihr Markus Katzer, Geschäftsführer der Schwenk Beton Alb-Donau, entgegen. Er hat heute einen seiner Lastwagen auf den Pausenhof gestellt. Unter dem Motto „Sicher mit Schwenk“ hat er das Projekt gestartet und erklärt den Schülern gerade, warum es für Kinder im Straßenverkehr gefährlich werden kann. Denn für jeden Auto- und jeden Lkw-Fahrer gibt es bestimmte Bereiche rund um das Fahrzeug, die er nicht sehen kann. „Das kannst du zu Hause im Badezimmer auch mal ausprobieren“, sagt Markus Katzer. „Wenn du in den Spiegel schaust, gibt es bestimmte Ecken im Raum, die du einfach nicht sehen kannst.“ Das gibt es auch bei Autos und Lastwagen.

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Und es gilt: Je größer das Fahrzeug ist, desto größer ist der tote Winkel. Vier solche Bereiche gibt es: links und rechts neben dem Fahrzeug, vorne und natürlich hinten. Da Lastwagen beim Abbiegen viel Platz brauchen, ausscheren nennt man das, wird es besonders gefährlich. Denn die Lastwagenfahrer können oft einfach nicht sehen, ob gerade ein Kind neben dem Laster steht oder dort mit dem Fahrrad fährt.

Ein toller Ausblick, aber kein Überblick

Das kann Paula fast nicht glauben. „Ihr sitzt doch so weit oben in euren Lastwagen, da habt ihr doch einen tollen Ausblick.“ Markus Katzer schüttelt den Kopf. „Komm mal mit.“ Wie die Schulkinder vor ihr, darf jetzt auch Paula in den großen Lastwagen steigen. Puh, das ist ganz schön anstrengend – und richtig hoch. Aber dann sitzt Paula ganz stolz an dem großen Lenkrad. Freudig möchte sie den anderen Kindern zuwinken und beginnt mit den Flügeln zu schlagen. Aber was ist das? Die Viertklässler, die gerade noch neben dem Lastwagen standen, sind auf einmal weg. „Hey, warum versteckt ihr euch?“, ruft Paula. Dann wird es auf einmal laut neben dem Lastwagen. Die Kinder hüpfen aufgeregt von der roten Plane herunter, winken mit den Händen in der Luft. Paula macht ganz große Augen. Erst jetzt hat sie die Kinder wieder im Blick. Sie hatten sich zuvor keinen Meter wegbewegt, aber trotzdem konnte Paula sie und die rote Plane nicht sehen.

„Puh, das ist wirklich gefährlich“, sagt Paula Print. Sie weiß jetzt also, dass es einen toten Winkel gibt. Aber im normalen Straßenverkehr liegt keine rote Plane neben dem Lastwagen. Wie kann sie also wissen, wo sich der tote Winkel befindet und ob der Lastwagenfahrer sie sieht oder nicht? „Halte immer genug Abstand zu Autos und Lastwagen“, rät ihr Markus Katzer. „Wichtig ist, dass du Blickkontakt zu dem Fahrer aufnimmst, also dass du den Fahrer anschaust.“ Denn nur wenn man selbst den Fahrer sieht, kann er einen auch sehen. „Du darfst dich auch gerne bemerkbar machen und winken“, sagt Markus Katzer. Vielleicht winkt ja auch mal einer zurück.

„Vielen Dank für die vielen Tipps“, ruft Paula. Jetzt weiß sie, dass sie bei ihrem nächsten Spaziergang oder bei der nächsten Fahrradtour noch besser aufpassen muss.

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