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25.02.2018

Paula Print und das Pferd mit dem knurrenden Magen

2 Bilder

Für unsere kleinen Leser In Günzburg trifft die Zeitungsente auf junge Künstler, die ihre Bilder bereits bei einer Ausstellung verkaufen. Einige Werke haben ganz besondere Namen

Günzburg Diese Einladung konnte sich Paula Print nicht entgehen lassen. Die kleine Zeitungsente war doch tatsächlich zu einer Vernissage eingeladen, also zu einer feierlichen Eröffnung einer Kunstausstellung, bei der Werke von noch lebenden Künstlern ausgestellt werden. Und es waren junge Künstler, im Alter von einem bis sechs Jahren. Sie alle sind Mitglieder des Evangelischen Kindergartens in Günzburg. Ihre Galerie, das ist der Ort, an dem die Kunstwerke für ein großes Publikum ausgestellt werden, wurde das Evangelische Gemeindehaus. Und ihre Ausstellung heißt „Kinder, Kunst und Impressionen“.

Zusammen mit Paula Print als Pressevertreterin kamen Kunstliebhaber, Günzburger Politiker aus dem Rathaus, Gönner der jungen Künstler und natürlich die Familien der Künstler zur Vernissage. Viele der jungen Maler waren auch da, zeigten und erklärten ihre Kunstwerke persönlich, hofften auf viele Käufer für die 200 ausgestellten Bilder. Die Reden hielten dann aber doch die Erwachsenen. Pfarrer Friedrich Martin sagte: „Mit der richtigen Technik, Freude und Lust an der Arbeit, schafften es die Kinder mit Farbe etwas zu machen, zu gestalten, das andere anschauen und sich dafür begeistern.“

Kindergartenleiterin Martina Dittmayer erzählte von der großen Leidenschaft und Schaffenskraft der Kinder im lichtdurchfluteten Atelier des Kindergartens, aber auch davon wie sich das ganze Team im vergangenen Sommer zuerst einmal fachkundigen Rat bei Mama Roswitha Dittmayer aus Reisensburg, Mitglied der „Kreativen 7“, geholt hatte. Nach den Reden und einem Musikstück von Kindergartenkindern unter der Leitung von Anja Baldauf nahm sich Paula Print viel Zeit die Bilder anzuschauen. Sie waren komponiert oder gegossen, eine Bilderreihe hieß „Farbe trifft Popart“ und war ganz bunt. Es gab „Gesichter“ und die Abteilung „Farbe trifft Wasser“. Gefallen haben Paula Print „Die grünen Zellen“, die geflossen und gegossen wurden. Gerne hätte Paula das Bild mit dem Titel „Das Pferd mit dem knurrenden Magen“ von Nico, vier Jahre, für ihr Zuhause erworben, doch da pappte schon der Kleber „Verkauft“ drauf. Immer mehr Bilder wurden während des Stehempfangs, zu dem ganz stilgerecht Sekt und Orangensaft sowie edle Häppchen aus dem Eltern-Catering gereicht wurden, verkauft. Jedes Bild hatte auf der Rückseite eine Nummer und wer es kaufen wollte, ließ seinen Namen in einer Liste eintragen. Dann kam der „Verkauft“-Kleber auf das Bild. Mitnehmen darf der Käufer das Bild bei der Vernissage aber nicht. Denn nach der Vernissage beginnt ja erst die Ausstellung, zu der jeder Kunstinteressierte kommen kann. Deshalb bleiben die Bilder bis zum Ausstellungsende hängen und können erst später im Kindergarten abgeholt werden. Ganz vielen Gästen der Vernissage gefiel das Bild mit dem Titel „Mama“, das mit roter und schwarzer Farbe gespachtelt war. Künstler ist der dreijährige Markus, Verkaufspreis zwölf Euro. Geschichtet präsentierte sich „Der Ameisenfresser“ und für die „Restesammlung“ hätte Paula Print auch Farbe beisteuern können. „Weißt Du, Kunst ist alles, da ist nie etwas verkehrt“, erklärte eine junge Künstlerin. Vielleicht wagten sich deshalb Nilsu und Aysaba auch daran den „Gedankenkopf“ von Roswitha Dittmayer nachzumalen, andere wählten den „Zebrapopo“. Roswitha Dittmayer, Mentorin im Hintergrund, ist begeistert von den Kunstwerken und davon wie geschickt die kleinen Hände mit Acrylfarben und Silikonöl, Wachs und Champagner-Kreide, oder Malerei im Stehen mit Holzstäben umgehen können. Auf vielen Fotos in den verschiedenen Abteilungen der Ausstellung sieht Paula wie konzentriert die Künstler gearbeitet haben. Es wird viel fotografiert und diskutiert über den grandiosen Beitrag der jüngsten Künstlergruppe zur Kulturszene in Günzburg.

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