1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Paula Print und die Minimusiker aus Reisensburg

Günzburg

20.11.2018

Paula Print und die Minimusiker aus Reisensburg

Paula Print besuchte die Mini-Musiker der Grundschule Reisensburg bei der Aufnahme ihrer CD.
Bild: Sarah-Katharina Merk

Unsere Zeitungsente nimmt zusammen mit den Grundschülern eine CD auf. Das ist gar nicht so einfach, wie man denkt.

„Hm-hhm-hmm“, räuspert sich die Zeitungsente Paula Print. „Heute ist ein Tag, an dem ich …“, beginnt sie schief zu singen und bricht in lautes Husten aus. Verdutzt und ein bisschen traurig blickt sie die Rektorin der Reisensburger Grundschule, Heidrun Rebenstorff, an: „Aber warum klappt das denn nicht?“ Paula ist heute zu Besuch in der Schule, weil sie gehört hat, dass dort eine CD aufgenommen wird und alle Klassen mitmachen dürfen. Sie selbst würde auch gerne ein Lied aufnehmen. Aber wie funktioniert so etwas eigentlich? Und wo sind denn die ganzen Kinder?

„Zunächst einmal“, erklärt ihr Heidrun Rebenstorff, „muss man sich vor dem Singen aufwärmen.“ Das ist wie beim Sport. Nur, dass Musiker nicht etwa die Beine oder die Arme aufwärmen, sondern ihre Stimme. „Oh, das wusste ich nicht“, staunt Paula. Nach ein paar kurzen Gesangübungen führt die freundliche Rektorin die kleine Zeitungsente in das Untergeschoss der Schule. Dort hört Paula Töne aus einem Raum klingen. „Das hört sich aber schön an“, denkt sie sich und fängt aufgeregt an, von einem Bein auf das andere zu hüpfen. „Sind da die Kinder, sind da drinnen die Kinder?“, fragt sie die Schulleiterin ungeduldig. „Ja, Paula, aber bevor wir gleich die Türe öffnen und zu den Kindern gehen, muss ich dich bitten, ganz ruhig zu sein. Die Musik-AG nimmt nämlich gerade ein Lied für unsere Schul-CD auf.“ Paula nickt mit dem Kopf, die Tür geht langsam auf. „Hallo, liebe Kinder“, begrüßt sie die Schüler. Nie hätte sich die Zeitungsente erträumen lassen, dass so ein Tonstudio aussieht. Im Raum erblickt sie neben den Kindern eine dunkelhaarige Frau auf einem Stuhl, in der Hand eine Gitarre haltend, zwei große Mikrofone, die vor den Kindern stehen, und vorne bei der Tafel am Lehrerpult einen jungen Mann, vor einem Laptop sitzend. „Was machen Sie da, Herr Lehrer?“, fragt sie neugierig. „Hallo, Paula. Schön, dass du da bist. Ich bin aber nicht der Lehrer, sondern Steffen Münster von den Minimusikern. Und ich bin heute hier, um gemeinsam mit allen Schülern dieser Schule Lieder für eine CD aufzunehmen.“ Paula sieht eine Weile bei den Aufnahmen zu und versteht, dass man dabei einige Dinge beachten muss. Wichtig ist, dass es zu Anfang und Ende der Aufnahme ganz leise ist, damit keine störenden Geräusche mit aufgenommen werden. Außerdem müssen die Kinder schön laut und deutlich singen. Die Töne, die das Mikrofon aufnimmt, sieht Steffen dann auf seinem Bildschirm am Laptop. Auf dem kann er alles noch mal abspielen und sich anhören, ob die Aufnahme gelungen ist. Er ist zufrieden und die Kinder glücklich. Paula klatscht mit ihren Flügeln Beifall, da klingelt es auch schon zur Pause. Etwas erschöpft ist die Ente dankbar über den heißen Tee, der ihr angeboten wird, und schlürft diesen genüsslich, bevor die nächste Klasse präsentiert, was sie seit Schuljahresanfang probt.

Auch Sprechgesang kommt auf die CD

„Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt“, beginnen die Viertklässler. Paula runzelt die Stirn und blickt zu Andrea Sterk, der dunkelhaarigen Frau, die vorhin noch Gitarre gespielt hatte: „Aber die singen ja gar nicht“, sagt die Zeitungsente erstaunt. „Ja, Paula, das ist ja auch ein Engels-Rap, das heißt, ein Sprechgesang, die Kinder sprechen den Text in einem vorgegebenen Rhythmus“, erklärt die Lehrerin. „Ahhh!“, gackert Paula, „das leuchtet mir ein.“ Interessiert lauscht Paula den Worten der Kinder, als sie einen Jungen entdeckt, der die Hände vor den Mund hält und merkwürdige Geräusche macht. „Das hört sich ja an wie die Klänge eines Schlagzeugs“, stellt Paula fest. Das nennt man Beatboxen, erfährt die Zeitungsente. Ein Mädchen tritt an einer Stelle des Liedes sogar ganz allein auf. Paula findet das sehr mutig, sie würde sich so etwas nicht trauen.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Steffen Münster von den Minimusikern erzählt Paula, dass die aufgenommenen Lieder später nachbearbeitet werden. Das heißt, ein Mann oder eine Frau machen die Lieder mit elektronischen Mitteln klanglich noch schöner. Die Mischer passen zum Beispiel die Lautstärke der einzelnen Stücke an. Paula Print ist begeistert: „Was für ein spannender Tag.“

Am Schluss verabschiedet sich die Zeitungsente und bedankt sich, dass sie bei den Aufnahmen dabei sein durfte. „Wenn ich noch ein wenig übe, dann kann ich bei der Aufnahme im Frühjahr vielleicht auch mitsingen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren