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23.04.2015

Per Mausklick zum regionalen Buchhändler

Kathrin The Kaye zeigt den Onlineshop der Buchhandlung Hutter in Günzburg. Hier können Leseliebhaber ihre Bücher mit einem Klick bestellen. Das Internet wird mittlerweile von den meisten regionalen Buchgeschäften genutzt.
Bild: Felicitas Macketanz

Mit welchen Maßnahmen die Geschäfte ihre Kunden halten wollen und warum der Datenschutz eine wichtige Rolle spielt

Die regionalen Buchhändler blicken zuversichtlich in die Zukunft und trotzen, vor allem am heutigen Welttag des Buches, den großen global aufstellten Konkurrenten. Das zeigen die Reaktionen einiger Buchhändler aus dem Landkreis. Aber was tun die Buchhandlungen genau, um für die Lesekundschaft attraktiv zu bleiben?

Sabine Feil, die Geschäftsführerin der Buchhandlung Pfob in Burgau, hat sich an die Digitalisierung angepasst: „Wir haben eine eigene Homepage und bieten unseren Kunden einen Onlineshop an.“ Sogar die Zahlungsmethode Paypal sei inzwischen möglich und auch die kostenlose Lieferung des Buches nach Hause.

Ähnlich macht es auch Kathrin The Kaye, die Leiterin der Buchhandlung Hutter in Günzburg. Sie sagt: „Wir bieten unseren Kunden einen Onlineshop mit kostenloser Lieferung. Die Bücher können sie auch im Laden abholen.“ The Kaye sieht zwar große Buch- und Handelskonzerne als Konkurrenz an, sie bemerkt aber einen anderen Trend in der Region: „Es gibt viele Menschen, die in die Innenstadt kommen und diese unterstützen möchten. Das Internet ist für die meisten eine gute Informationsquelle, aber der Wille in der Innenstadt zu kaufen ist da.“ Viele ihrer Kunden kämen sogar mit einem Internetausdruck und würden nach einem bestimmten Buch verlangen. Kaufen wollen sie es eben doch persönlich bei der Buchhandlung ihres Vertrauens.

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Das kennt auch Sabine Feil aus Burgau. Sie erklärt, dass einige ihre Daten im Internet nicht preisgeben wollen und deshalb lieber mit dem Ausdruck ins Geschäft gingen. „Und außerdem kosten neue Bücher überall gleich viel“, sagt Feil. Denn in Deutschland gibt es die sogenannte Buchpreisbindung, die den Preis für neue Bücher festlegt.

Der persönliche Kontakt macht den Buchhandel von Irene Thurn von der Buchhandlung Thurn in Krumbach aus. Sie setzt auf ihre Stammkundschaft. Von ihr kenne sie sogar die Leseinteressen und könne neue Bücher gleich weiterempfehlen. „Die Menschen haben Vertrauen“, erzählt sie. Kathrin The Kaye erklärt: „Die Kunden suchen oft das Gespräch.“ Und in ihrer Buchhandlung können Leseliebhaber sogar Bücher zur Ansicht bestellen, bevor sie sie kaufen. „Im Laden kann ganz in Ruhe durchgestöbert werden.“

Buchhandlungen der Region leben vom Serviceangebot und bauen dieses ständig aus. In Form von Internetseiten, Bestellmöglichkeiten und Leseproben zum Beispiel. Hermann Halamay, Geschäftsführer der Lesehexe Thannhausen, erweitert seinen Buchhandel auch auf allen Plattformen. Hutter bietet an den Schaufenstern sogar Strichcodes zum Abfotografieren mit dem Handy an. Der Code führt die Kunden dann über das Mobiltelefon auf die Internetseite des Ladens.

Zum heutigen Welttag des Buches legen die Buchhändler besonderes Augenmerk auf die kleinen Leser. Von diesen hat Kathrin The Kaye die schönste Rückmeldung bekommen: „Kinder lesen lieber mit einem Buch. Sie wollen etwas in der Hand halten. Das haben sie mir gesagt.“ Die deutschlandweite Aktion, „Ich schenk dir eine Geschichte“ findet deshalb heute auch im Landkreis Günzburg statt. Sie soll jungen Schülern das Lesen näherbringen. Die Kinder bekommen deshalb ein Buch geschenkt.

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