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07.03.2009

Pilotprojekt im Gesundheitsamt

Landkreis (pm/kai) - Die meisten Gesundheitsämter in Bayern verwalten noch gigantische Papierdateien. Das Gesundheitsamt Günzburg ist da schon einen großen Schritt weiter.

Gemeinsam mit einer Nürnberger Software-Firma wird ein EDV-Programm erarbeitet, das die Verwaltungsarbeiten erleichtert und schneller macht - etwa bei den Einschulungsuntersuchungen in den Kindergärten des Landkreises.

Zwei Fachfirmen haben spezielle Computerprogramme für die Gesundheitsämter entwickelt. Die Nürnberger Software-Firma feilt derzeit mit dem Gesundheitsamt Günzburg an ihrem Programm, das Gesundheitsamt Ingolstadt ist mit dem Programm einer zweiten Firma befasst, wie Dr. Roland Schmid, der Leiter der Günzburger Behörde, erläutert.

Die etwa bei der Einschulungsuntersuchung künftiger Abc-Schützen erfassten Daten werden bislang noch in Papierformulare eingetragen und später arbeitsaufwendig im Amt in Computerprogramme eingespeist. Das ist im Gesundheitsamt Günzburg inzwischen anders. Die Mitarbeiterinnen, die die Einschulungsuntersuchungen durchführen, geben die Daten - etwa der Hörtests - noch in den Kindergärten direkt in einen Laptop ein. Im Gesundheitsamt werden die Daten vom Laptop auf den Surfer überspielt und im Datenpool gespeichert. Soweit Daten an das Statistische Landesamt oder das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gemeldet werden müssen, werden diese anonymisiert und auf elektronischem Wege übersandt.

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Ausbau geplant

Derzeit wird daran gearbeitet, neben den Ergebnissen der Hörtests auch die Daten der Sehtests sofort in den Laptop eingeben zu können. So entfällt im Gesundheitsamt die Datenerfassung per Hand und die Archivierung in meterlangen Karteischränken, außerdem können die gemeldeten Daten im Landesamt sofort elektronisch weiter verarbeitet werden.

Dr. Roland Schmid hofft, dass es mit der modernen EDV-Technik möglich ist, trotz der personellen Engpässe alle 1500 einzuschulenden Kinder im Landkreis bis August dieses Jahres untersuchen zu können. Schmid wird die neue Technik des Günzburger Pilotprojekts beim nächsten Kongress der Deutschen Amtsärzte in Bielefeld vorstellen.

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