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Wirtschaft

27.11.2015

Pohltec zieht von Wertingen nach Günzburg

Die Firma Pohltec wird zum Jahreswechsel von Wertingen nach Günzburg umziehen. Die 50 Mitarbeiter werden künftig in Günzburg weiterarbeiten.
Bild: Erich Wandschneider

Die Produktion und 50 Arbeitsplätze werden aus Wertingen verlagert. Doch was bedeutet das für die Mitarbeiter des Unternehmens?

Die Firma Pohltec – sie betreibt in der Donauwörther Straße in Wertingen eine Fertigungshalle für Fassadenelemente – wird die Zusamstadt zum Jahreswechsel 2015/16 verlassen. Das bestätigte Josef Deil, Geschäftsführer der Wertinger Niederlassung. Diese Zusamtaler Produktionsstätte gehört zur Pohl-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Köln. Derzeit sind in der Wertinger Niederlassung 50 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion wird in einer größeren Fertigungshalle in Günzburg fortgeführt. Das Unternehmen reagiert laut Deil mit diesem Umzug auf die positive Unternehmensentwicklung und legt in Günzburg den Grundstein für die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens – sowohl national als auch international.

Die Pohl-Unternehmensgruppe beschäftigt derzeit an sieben Produktionsstandorten 600 Mitarbeiter. Die „Pohltec Fassaden GmbH“ in Wertingen ist laut Deil ein hoch qualifizierter Fassaden- und Metallverarbeitungsbetrieb. Anwendungsbereiche sind Blechverarbeitung und Produktion von Fassadensystemen.

Es sind laut Pressemitteilung hinterlüftete Fassaden sowie Warmfassadenelemente mit zahlreichen individuellen Anpassungsmöglichkeiten bis hin zu individuellen Sonderlösungen je nach Kundenwunsch. Die braune Fertigungshalle im Westen von Reatshofen wurde ursprünglich von der alteingesessenen Wertinger Metallbaufirma Straub errichtet. Im Jahr 1993 erwarb Heinrich Robert Pohl, der Inhaber der Pohl-Unternehmensgruppe, den Standort und die Immobilie in der Zusamstadt.

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Kein Abbau von Arbeitsplätzen

Wie Josef Deil unserer Zeitung versicherte, werden keine Arbeitsplätze abgebaut: „Alle Kollegen ziehen mit um. Es war besonders wichtig, dass der Umzug von allen gemeinsam, also von der Geschäftsführung und von allen Mitarbeitern, getragen wird. Hauptziel des Umzugs ist die langfristige Sicherung aller bestehenden Arbeitsplätze sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze.“

Laut Pressemitteilung stehen die Mitarbeiter dem Umzug „äußerst positiv“ gegenüber. Diese Aussage lässt sich nicht durch eine Bestätigung des Betriebsrats ergänzen, da es am Standort Wertingen keinen Betriebsratsvertreter gibt. Der Sprecher des Gesamtbetriebsrats in Köln, Hans-Willi Kurth, ist diese Woche verreist und war von unserer Zeitung nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Wenn die Produktion in Günzburg aufgenommen wird, werden die Mitarbeiter laut Deil wie bereits jetzt Fahrgemeinschaften bilden. „Seitens der Geschäftsführung gibt es Fahrtkostenzuschüsse sowie eine Anpassung der Mitarbeitereinteilung im Schichtbetrieb, damit die gebildeten Fahrgemeinschaften gemeinsame Arbeitszeiten haben.

Zusätzlich werden die Mitarbeiter, die nach Günzburg umziehen möchten, bei der Wohnungssuche unterstützt und die Umzugskosten werden übernommen“, versicherte Deil. Die Immobilie in Wertingen steht laut Deil zum Verkauf, aber auch eine Vermietung der Räumlichkeiten wird nicht ausgeschlossen. Wertingens Zweiter Bürgermeister Johann Bröll bedauerte, dass Wertingen durch den Wegzug 50 qualifizierte Facharbeiter-Arbeitsplätze verliert. Er fand es aber lobenswert, dass die Pohltec-Mitarbeiter nicht ihre Anstellung verlieren und weiter eine berufliche Perspektive haben.

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