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Kreis Günzburg

30.11.2017

Polizei ermittelt wegen Mordes gegen den A8-Falschfahrer

Bei dem Unfall auf der A8 bei Leipheim war ein Mann gestorben. Jetzt wird wegen Mordes gegen den Falschfahrer ermittelt, der den Unfall laut Polizei verursacht hatte.
Bild: Mario Obeser

Vor einer Woche hatte ein Autofahrer auf der A8 gewendet und einen Unfall verursacht, bei dem ein anderer Mann starb. Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes.

Gegen den 58-jährigen Mercedes-Fahrer, der am vergangenen Freitag auf der A8 bei Leipheim gewendet hatte und als Falschfahrer einen schweren Unfall verursachte, wird nun wegen Mordes ermittelt.

Die bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Günzburg deuten auf einen absichtlich herbeigeführten Unfall hin. Für einen 36-Jährigen, der auf dem linken Fahrstreifen in Richtung München fuhr, kam bei dem Unfall jede Hilfe zu spät. Er konnte den Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Wagen nicht mehr vermeiden und starb noch an der Unfallstelle.

Zustand des Falschfahrers hat sich stabilisiert

Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat nun den Tatvorwurf auf Mord erweitert. Dabei wurden weitere Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Gutachter in Bezug auf die beiden Unfallfahrzeuge sowie eine Obduktion angeordnet. Die Autobahnpolizei und die Neu-Ulmer Kripo bildeten zur weiteren Sachbearbeitung eine Ermittlungsgruppe.

Deren Arbeit wird in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Der Gesundheitszustand des 58-Jährigen hat sich zwischenzeitlich stabilisiert, wenngleich eine Vernehmung noch nicht möglich war, berichtet die Polizei. zg

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01.12.2017

Es ist begrüßenswert, wenn man diese Taten endlich so bezeichnet, wie sie zu bewerten sind und sie entsprechend verfolgt: Mord.

Die häufig verwendete aber verschleiernde Bezeichnung als erweiteter Suizid, die den Focus auf die Verzweiflung des Ausführenden legt, ermöglicht diesen Personen, auf ein gewisses Mitleid der Allgemeinheit bauen zu können.

Wer seinem Leben ein Ende setzen will, der soll dies tun, ohne Entscheidungen für Dritte zu treffen, die für diese final sind.

Bei Suizid mittels Verkehrsunfällen hat man nur selten einen noch lebenden Verantwortlichen und ebenso selten wird man Vorsatz nachweisen können. In diesem Fall könnte es gelingen.

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