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Landkreis Günzburg

21.10.2017

Polizei geht verstärkt auf Einbrecherjagd

Die Zahl der Einbrüche im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, zu dem auch der Landkreis Günzburg gehört, steigt. Deshalb wurden nun die Soko Wohnungseinbruch ins Leben gerufen.
Bild: Alexander Kaya

Die Sonderkommission Wohnungseinbruch wurde ins Leben gerufen. Auch in der Region steigt die Zahl der Fälle – vor allem entlang der Autobahn.

Wer aus dem Fenster schaut, sieht blauen Himmel – wie im Sommer. Doch das täuscht. Die dunkle Jahreszeit steht bevor und mit ihr die Gefahr für Einbrüche. Doch dieses Jahr sollen die Zahlen nicht noch weiter steigen, wenn es nach dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West geht. Die Behörde geht dazu neue Wege: Sie hat Anfang Oktober die „Sonderkommission (Soko) Wohnungseinbruch“ ins Leben gerufen.

„Es liegt uns am Herzen, weil ein Einbruch für die Leute wirklich schlimm ist“, sagt Polizeipräsident Werner Strößner. Neben verlorenen Unikaten wie etwa Erbstücken haben die Bewohner oft psychische Probleme, weil jemand in ihren Schutzbereich eingedrungen ist. Obwohl die Zahlen bayernweit niedrig sind, wollen die Beamten etwas tun. Denn die Einbrüche steigen im Gebiet des Präsidiums, das die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und das Allgäu umfasst. Insgesamt von rund 290 Fällen im Jahr 2012 auf knapp über 500 im vergangenen Jahr. Und dieses Jahr gab es zum Ende September bereits genauso viele Einbrüche wie zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr.

Im Landkreis Günzburg gab es 2012 noch 42 Fälle, 2016 waren es schon 70 Einbrüche. In den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm geht die Tendenz weiter nach oben. Die beliebtesten Orte für Einbrüche befinden entlang der Autobahn – egal ob A7, A8 oder A96, sagt Präsident Strößner.

In der neuen Soko sind 25 Beamte in drei Ermittlungsgruppen in Kempten, Memmingen und Neu-Ulm eingesetzt. Soko-Leiter ist der Neu-Ulmer Kriminaldirektor Michael Keck, der die Ziele definiert: Einbrüche verhindern, Spuren richtig sichern, Täter identifizieren. Die schon bisher ausführlichen Ermittlungen werden durch die Soko noch intensiver. Tatzusammenhänge werden etwa deutschlandweit und in der Schweiz und Österreich verglichen und die Ergebnisse auch anderen Dienststellen zur Verfügung gestellt. Dabei spielt auch die Prävention eine Rolle, die Bürger sollten etwa nie das Fenster gekippt lassen. Wichtig für die Arbeit der Polizei sind außerdem schnelle Hinweise bei Auffälligkeiten unter der Nummer 110. Denn: „Immer wieder erhalten wir durch Passanten Hinweise, die nicht selten zur Ermittlung und Festnahme von Einbrechern führen“, betont Strößner.

Die Kripo Neu-Ulm bietet eine kostenlose Beratung zum Einbruchschutz an. Die Beamten kommen direkt ins Haus und zeigen die Schwachstellen. Weitere Infos unter der Telefonnummer 0731/8013-289.

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