Newsticker
EU und Astrazeneca streiten um Corona-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Polizei im Einsatz: Sexuelle Belästigung und eine gezogene Waffe in Leipheim

Leipheim

03.08.2020

Polizei im Einsatz: Sexuelle Belästigung und eine gezogene Waffe in Leipheim

Zwei Männer haben im Leipheimer Hallenbad mindestens einen Jungen sexuell belästigt. Die beiden wurden vorläufig festgenommen.
Bild: Alexander Kaya

Am Samstag wurden in Leipheim zwei Männer festgenommen, die einen Jungen unsittlich berührt haben sollen. Am Sonntag hat ein Mann Jugendliche mit einer Waffe bedroht, so die Polizei.

Gleich zweimal ist die Günzburger Polizei am Wochenende nach Leipheim gerufen worden, dabei gab es zwei Festnahmen. Am Samstag ereignete sich zwischen 13.45 und 15 Uhr ein Zwischenfall im Leipheimer Hallenbad. Zwei alkoholisierte Männer im Alter von 31 und 41 Jahren hatten im Außenbecken einen siebenjährigen Jungen unsittlich berührt. Im Verlauf der Ermittlungen vor Ort stellte sich laut Polizeibericht dann heraus, dass die beiden Männer wohl noch weitere Jungen belästigt hatten.

Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen fest und brachte sie zur Polizeiinspektion Günzburg. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Memmingen wurden die Männer im Anschluss wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen.

Nach Beleidigung holt der Mann eine Waffe aus seiner Wohnung

Der zweite Zwischenfall ereignete sich am frühen Sonntagabend. Mehrere Jugendliche hielten sich am Marktplatz in Leipheim auf, wodurch sich ein 47-jähriger Anwohner gestört fühlte. Gegen 19 Uhr beschwerte er sich bei der Gruppe über deren Lärm. Wie die Polizei mitteilte, entfachte sich daraus eine Diskussion, in deren Verlauf einer der Jugendlichen den Mann beleidigte.

Der 47-Jährige ging daraufhin in seine Wohnung zurück, kam jedoch kurz darauf wieder zurück – und zwar mit einer Pistole in der Hand. Er lud die Waffe demonstrativ vor den Jugendlichen durch und ging dann wieder in seine Wohnung.

Die Jugendlichen meldeten den Vorfall bei der Polizei, die mit mehreren Streifenbesatzungen bei der Wohnung des Mannes vorfuhr. Dieser kam freiwillig heraus. Bei der Überprüfung der Waffe stellten die Beamten dann fest, dass es sich bei der Pistole um eine Schreckschusswaffe handelte, für die der 47-Jährige einen kleinen Waffenschein vorweisen konnte.

Die Polizei hat jetzt Ermittlungen wegen Bedrohung gegen den Mann aufgenommen. Auch gegen einen 20-Jährigen aus der Gruppe Jugendlicher wird wegen Beleidigung ermittelt. (zg)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren