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Stadtgeschichte

13.05.2015

Portal in eine neue Museumswelt

Hinter dem Eingang zum Günzburger Museum soll sich eine ganze Menge tun. Der Stadtrat stimmte am Montagabend der Sanierung und Neukonzeption der Einrichtung zu. Jetzt werden Geldgeber gesucht.
Bild: Rebekka Jakob

Umbau und Neugestaltung des Günzburger Heimatmuseums sollen 6,5 Millionen Euro kosten. Was sich die Stadt von der neuen Konzeption erhofft

Der Dank an die Stadtratskollegen kam ausnahmsweise schon vor der Abstimmung: Für Dr. Manfred Büchele ( SPD) und seine Mitstreiter vom Historischen Verein ging mit dem Ja des Stadtrats zum neuen Museumskonzept ein Traum in Erfüllung, wie er selbst sagte. „Unsere Motivation wird dadurch ungeheuer gesteigert, wenn das überhaupt noch möglich ist.“ 6,5 Millionen Euro wird die Sanierung der denkmalgeschützen Räume im Stadtschloss und die Umgestaltung zu einem modernen „Mitmach-Museum“ kosten. Die Stadt ist bereits auf der Suche nach Geldgebern.

Büchele stellte im Stadtrat nochmals die Grundidee vor: „Unser Museum soll sich didaktisch und pädagogisch aus der Museumslandschaft hervorheben.“ Aus der Vielfalt der Günzburger Historie (Büchele: „Wir sind geschlagen mit Geschichte hier in Günzburg“) haben sich die Museumsmacher das römische Guntia, die habsburgisch bestimmte Ära und das 20. Jahrhundert ausgesucht. „Wir wollen eine klare didaktische Gliederung, viele unterhaltsame Aktivitäten mit Lerneffekt und auf Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufmerksam machen“, erläuterte Büchele dazu. Vor allem der Fund des größten und am besten erschlossenen Gräberfeldes aus römischer Zeit in Deutschland hebe Günzburg hervor. Die Stadt biete ein historisches Potenzial, das gleichzeitig ein touristisches Potenzial sei. „Und das sollten wir unbedingt ausschöpfen.“

Den Rahmen für die neue Dauerausstellung sollen ein attraktiver Eingangsbereich, Besuchertoiletten, ein kleiner Museumsshop und ein Museumscafé schaffen. Die Stadt hofft auf Synergien und denkt an einen Umzug der Touristinfo ins Museum – so könnten Synergieeffekte bei der Besetzung der Kassen geschaffen werden – und Touristen könnten auch an den Wochenenden und Feiertagen einen Ansprechpartner finden, sagte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Doch 6,5 Millionen Euro für das Projekt sind viel. „Wir wissen, dass wir das nicht alleine schultern können“, so der Oberbürgermeister. Gespräche mit Geldgebern gab es schon – mögliche Finanzierungspartner angefangen von der Regierung von Schwaben über das Landesamt für Denkmalpflege bis zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat die Stadt schon angesprochen, außerdem gibt es Kontakte mit der Viermetzstiftung, der Sparkassenstiftung, dem Landkreis und der Bayerischen Landesstiftung. Und auch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert hat der Oberbürgermeister bei seinem jüngsten Besuch bei der Dr. Georg-Simnacher-Stiftung auf das Projekt angesprochen. „Alle Gesprächspartner haben grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, aber alle sagen auch: Wir brauchen Beschlüsse.“ Diesem Wunsch kam der Stadtrat am Montagabend einstimmig nach, auch mit Blick auf den Erhalt des Schlossgebäudes. UWB-Stadtrat Johann Kaltenecker brachte es auf den Punkt: „Wir sind es unseren Vorfahren und unseren Nachfolgern schuldig, die Geschichte unserer Stadt zu bewahren.“

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