Prunksitzung

03.02.2015

Power, Pop und Poesie

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Die Leipheimer Prinzenpaare, Max I. und Janina I., Thomas II. und Silke II.

Furiose Tanzshow mit Wortwitz und Partyhits beim Leipheimer Haufen

Die Präsentation „wahrer Meister“ hat Sitzungspräsident Uli Salentin für die 41. Prunk- und Fremdensitzung der Faschingsgesellschaft (FG) Leipheimer Haufen angekündigt. Mit Gästen aus Nah und Fern, in der zum Narrentempel umfunktionierten Güssenhalle. Eloquent und mit gekonnt windschiefem Humor führte er durch das fünfstündige Programm, eröffnet von den Moonshadows.

Personell gesehen sind die Aktiven der Leipheimer FG ja das Paradebeispiel eines Mehrgenerationenobjekts. Den Windeln noch nicht entwachsen, lernen die Jüngsten nicht etwa Gehen, nein, erst mal Tanzen. „Let’s dance the Diino“ – ernste Gesichter, wackelnde Beine, aber wie selbstverständlich die Dinoromantik beherrschend. Die Fortsetzung: Weiß-Blaue Garde und Güssenfunken, die schon mit schmissigen Marschformationen aufwarten, agil und mit aus Rhythmik geformter Eleganz. Beide auch vertreten mit zeitgemäß zelebrierten Showtänzen. Rockig, poppig, bunt, die einen in sprenkelnder Dancing-Girl-Leichtigkeit schwebend, die anderen mit kulinarischem Beziehungszauber bayerische Brezel- und süditalienische Pastavehemenz entfesselnd, und damit den 3. Platz der Württembergischen Meisterschaft erringend. „Der Fluch der Karibik“ lastete auf der Vorzeigeformation des Leipheimer Haufens, der Güssengarde, die in ihre tänzerische Potenz offenbarte. Und die für die Frauenquote im Männerballett ihren Mann stehen musste, denn „Ohne Weiber geht die Chose nicht“, auch nicht im La Dolce Vita Theater, mit Chantale dem Virilen, im Glitzerlook.

Die Tollitäten sind dieses Jahr eine reine Familienangelegenheit. Prinz Thomas II. (Buhl), verheiratet mit Prinzessin Silke II. und Kinderprinzessin Janina I. (beider Tochter), nah verwandt mit Prinz Max I. (Linder). Couragiert absolvierten sie ihre traditionellen Showtanzeinlagen. Was Blasen und Trommeln betrifft, natürlich überboten von der original Leipheimer Gassaheul’r-Guggamusik.

Unter den Gästen – Rother Carneval Verein, Möbelwagen Stuttgart, Schlafmützen Bäumenheim und Kötzer Narrenclub – war viel Meisterliches vertreten. Für das Gegenprogramm sorgten die Gscheidles aus Stuttgart, eine herzerwärmend schwäbelnde Powerplaystation für spätbürgerliche Bravourschmonzetten, wogegen Perry Paul und seine Freunde mit bauchrednerischer Bravour den Vergnüglichkeitspointen respektlos ins tränenlachende Auge blickten. Stuttgarts Möbelwagen-Prinz Tobee I., Stimmungssänger mit Mallorca-Praktikum, steigerte sich in den Versuch eines sängerischen Publikums-Steh-Mitmachversuchs, mit Partyhits und Gaudisongs: mit „Lotusblume“, „Pretty Belinda“ und „Jetzt ist der Teufel los bei uns in ...“ Leipheim zum Beispiel. Doch es war nicht der Teufel, der los war. Es war eindeutig Ballermann.

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