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Premiumwandern: Neue Wege an der Donau

Premiumwandern: Neue Wege an der Donau
Kommentar Von Rebekka Jakob
05.10.2019

Der Donauwald-Premiumwanderweg ist ein touristisches Schnäppchen. Jetzt muss die Region das Angebot nur noch für sich nutzen.

Zugegeben, die Jahreszeit ist nicht ganz ideal dafür, einen Wanderweg zu starten. Ein Blick auf die Aussichten der kommenden Tage lässt erwarten, dass auf dem diese Woche eröffneten Premiumwanderweg Donauwald erst einmal kein Stau entstehen wird. Da mag die neue Strecke noch so sehr damit locken, der flachste Wanderweg weltweit und damit wunderbar bequem zu sein: Bei Regen macht es halt nicht ganz so viel Spaß, die schöne Natur an der Donau zu erleben. Spätestens im nächsten Frühjahr allerdings muss man damit rechnen, bestimmt nicht alleine unterwegs zu sein. Denn Wandern ist wieder in – und der neue Weg an der Donau wahrscheinlich schnell kein Geheimtipp mehr.

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Fast 40 Jahre nach den Wanderungen des damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens durch Deutschland, der auch im Landkreis Günzburg unterwegs gewesen ist, gehen die Menschen wieder mit großer Begeisterung raus – und hinein in unsere Region. Prominentestes Beispiel dafür ist Manuel Andrack: Der Kölner wurde bekannt als Redaktionsleiter und Anspielpartner von Harald Schmidt in seiner Late Night Show. Seit mehr als zehn Jahren bloggt er über das Thema Wandern, schrieb Reportagen und Wanderführer. Ein echter Kenner also, der den Donauwald bereits vor der offiziellen Eröffnung (bei besserem Wetter) getestet und für sehr gut befunden hat.

Mit Netto-Kosten von 250 000 Euro (die gleiche Summe kommt als Zuschuss über die Leader-Förderung und ein Förderprogramm der Bundesregierung) ist der Donauwald quasi ein Schnäppchen für die Region. Und damit der womöglich bisher preisgünstigste Tourismusmagnet für die Region.

Premiumwandern: Neue Wege an der Donau

Doch genauso wie bei allen anderen Anziehungspunkten dieser Art muss es jetzt darum gehen, das Potenzial zu nutzen. Der schöne Wanderweg vor der Haustüre ist das eine, Angebote entlang der Strecke zu schaffen, die andere Aufgabe. Von den zu erwartenden Tourismusströmen wird auch in diesem Fall nur profitieren, wer sich auf das Klientel einstellt, Angebote schafft – und dafür die Werbetrommel rührt. Also nicht auf besseres Wetter warten – sondern Wanderschuhe an und starten.

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