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Lebensqualität

11.05.2018

Quartierszeitung lesen im Quartiersgärtle?

So richtig gefallen hat den Ichenhauser Stadträten keiner dieser Titelvorschläge. Einig waren sie sich aber, dass es bald eine Quartierszeitung geben soll, die vierteljährlich erscheint.
Bild: Irmgard Lorenz

Jennifer Echtle hat neue Ideen für die Menschen in Ichenhausen

Die Ichenhauser Altstadt, die schöne, aber auch weniger attraktive Winkel zu bieten hat, soll aufblühen. Dazu schlägt Quartiersmanagerin Jennifer Echtle im Rahmen des Konzepts Urban Gardening (frei übersetzt: Gärtnern in der Stadt) vor, ein Quartiersgärtle zu schaffen. Einen etwa 150 Quadratmeter großen Platz dafür hat die Stadt in der Hinteren Ostergasse.

Die versiegelte und enge Altstadt von Ichenhausen mit der dichten Bebauung, wo nur wenige Häuser einen kleinen oder viele Häuser gar keinen Garten haben, sei eine gute Ausgangslage für das mögliche Nachbarschaftsgartenprojekt Quartiersgärtle, sagte Echtle, die ihre Ideen im Hauptausschuss in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt hatte. Der Stadtrat hat nun ohne Diskussion eine Woche später das Konzept Urban Gardening freigegeben.

Im nächsten Schritt soll geklärt werden, ob die Bürger Interesse an einem Gemeinschaftsgarten haben. Es gibt viele Möglichkeiten für Urban Gardening, wo Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und aus unterschiedlichen sozialen Milieus sich begegnen können. Echtle legte Beispiele aus Ulm und Augsburg vor. Mal wird dort gemeinsam eine Fläche bepflanzt und von allen geerntet, mal hat jeder seine eigene kleine Fläche, die er nach eigenem Geschmack mit Blumen, Gemüse oder Obst bestellt. „Im Falle einer Umsetzung müssen engagierte Bürger die Verantwortung für den Garten tragen“, heißt es in der Sitzungsunterlage, das Quartiersmanagement fungiere dabei als Initiator und Ansprechpartner.

Finanziell könne der Garten von der Regierung von Schwaben unterstützt werden, und es gebe weitere unkomplizierte Förderungsmöglichkeiten. Die Quartiersmanagerin erwartet, dass auf die Stadt für das Projekt Quartiersgärtle keine oder höchstens geringe Kosten zukommen. Zwischen gut 2600 und etwa 3700 Euro wird die Stadt voraussichtlich pro Jahr zuschießen müssen, wenn es die ebenfalls von Quartiersmanagerin Echtle angeregte Quartierzeitung geben soll. Die Stadträte haben sich einstimmig dafür ausgesprochen. Sie konnten sich aber noch nicht auf einen von mehreren vorgeschlagenen Entwürfen für den Titel einigen. Vor allem ein gut lesbares Design für den Titel forderten mehrere Räte. „Sauber und strukturiert“ müsse der Titel sein, sagte Artur Kehrle. Zielgruppe sollen alle Bewohner im Sanierungsgebiet beziehungsweise in der Kernstadt sein, Kinder ebenso wie Senioren, auch Familien, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Fest steht, dass die Zeitung vierteljährlich erscheinen soll, offen sind Auflagenhöhe und Art der Verteilung. Wird das Blatt in der Kernstadt verteilt, geht das Quartiersmanagement bei einer Auflage von 2250 Exemplaren im Quartal von jährlichen Kosten in Höhe von gut 8000 Euro aus. Wird es in Kernstadt und Stadtteilen verteilt (4000 Exemplare), sind 9200 Euro kalkuliert. Die billigste Lösung wäre es, 1000 Quartierszeitungen auszulegen, etwas mehr als 6300 Euro sind veranschlagt. Grundsätzlich gilt, dass die Regierung das Projekt mit 60 Prozent bezuschusst. (ilor)

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