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Rechtsextremismus-Schau ist informativ und doch lieblos

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Kommentar Von Till Hofmann
25.06.2019

Eine Wanderausstellung zum Rechtsextremismus ist derzeit in Günzburg zu sehen. Vor allem Schüler sollen damit erreicht werden. Dies wird nicht gelingen.

Die Absicht ist lobenswert: Fast alle Arbeiten sind geschrieben, fast alle Noten gemacht. Bis zum Schuljahresende in einem Monat sind die Schulen etwas freier darin, bestimme Akzente zu setzen. Im Idealfall wird das, was der Lehrplan vorsieht, ergänzt mit Themen, die die Menschen in diesem Land bewegen. Dazu gehört die Terrorgefahr durch rechts.

Dass dies nicht etwas Theoretisches ist, wurde vor drei Wochen auf dramatische Weise deutlich. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde in seinem Haus kaltblütig erschossen. Mutmaßlicher Täter: ein Neonazi.

Die Ausstellung hat durch diese Bluttat an Aktualität gewonnen. Sie ist informativ. Und dennoch ist sie missglückt. Der beste Beleg dafür waren bei der Eröffnung die überforderten und in der Folge gelangweilten Schüler, die den Ausführungen des Referenten irgendwann nicht mehr gefolgt sind.

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Es kommt eben nicht nur darauf an, was gezeigt wird, sondern auch, wie die Informationen präsentiert werden. 17 Schautafeln, die in einem Klassenzimmer lieblos auf Stellwänden doppelseitig hängen: Würden Sie so etwas ansehen? Diese zu kopflastige Wanderausstellung wird die Schüler leider nicht erreichen. Und es ist augenscheinlich, warum das so ist.

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