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Ausstellung

19.11.2018

Reflexionen im Therapiezentrum

„Reflexionen“ heißt die neue Ausstellung im Therapiezentrum Burgau der Künstlerin Katrin Reimer aus Ulm (vorne). Hinten von links: die stellvertretende Therapieleiterin Christiane Knorr, Thomas Eberwein und Maret Jochheim.
Bild: Peter Wieser

Die Ulmerin Katrin Reimann zeigt in Burgau ihre Werke. Wie die Besucher zum Mit-Künstler werden

„Reflexionen“, das bedeute auch ein sich öffnen, ein sich begegnen und es entstehe irgendwann einmal eine Form von Kontakt, sagte Christiane Knorr, die stellvertretende Therapieleiterin. Die Kunst schaffe also einen idealen Weg zur Teilhabe. „Reflexionen“, so lautet der Titel der Ausstellung von Katrin Reimer im Therapiezentrum Burgau, die am Freitag eröffnet wurde.

Die Biologin und Künstlerin aus Ulm war nicht alleine gekommen: Maret Jochheim, ehemalige Mitarbeiterin des Therapiezentrums, begleitete die Vernissage musikalisch und literarisch. Die von ihr vorgetragene Komposition „Syrinx“ von Claude Debussy sollte eine Reflexion des griechischen Hirtengottes Pan und seiner Liebe zu der Nymphe darstellen. Das Gedicht Rainer Maria Rilkes, in dem es darum geht, dass man den Dingen die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen soll, von Maret Jochheim zu den Klängen eines Körper-Monochords rezitiert, taten dies gleichermaßen. Rilkes Text habe sie zum Entstehen einer fünfteiligen Bilderreihe inspiriert, erklärte Künstlerin Katrin Reimer.

Die Bezeichnung „Reflexion“ treffe genau das, was man mache, wenn man künstlerisch tätig sei, so Thomas Eberwein, Künstler und Inhaber eines offenen Ateliers in Ulm, bei seiner Einführung zu der Ausstellung. Seit sechs Jahren begleitet er Katrin Reimer in ihrem Schaffen. Ihre Reflexionen seien Abstraktionen, in denen sie die wesentlichen Züge aus etwas Konkretem im Bild umsetze. „Wenn Sie die Bilder betrachten, dann werden Sie zum Mitkünstler. Nehmen Sie diese in sich auf, Sie machen das Bild in sich selbst“, forderte Eberwein die Besucher der Ausstellung auf. Das, was man in ihren Arbeiten sehe, könne für verschiedene Menschen auch verschiedene Titel haben. In den Werken von Katrin Reimer, in Acryl und entstanden mit Pinsel und Spachtel, trifft dies zweifelsohne zu: So gleichen die in dem Bild „Spiegelung II“ auf der Oberfläche eines Baches sich spiegelnden Äste eher einem monströsen Feuerwerk und der übergroße und stachelige Wacholder auf einem weiteren Bild ist als solcher kaum noch zu deuten.

Vielleicht stimmt es tatsächlich, was die Sängerin und Liedermacherin Gila Antara in einem ihrer Lieder sagt, und mit dem Maret Jochheim die Eröffnung schloss: „Sicher in der Unsicherheit“ zu sein.

„Reflexionen“ im Foyer, im Café und im Treppenaufgang des Therapiezentrums Burgau kann noch bis zum 10. Januar 2019 besichtigt werden.

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