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Verkehr

16.08.2020

Regennasse Autobahn bei Burgau wird unterschätzt

Heftiger Regen machte den Autofahrern auf der A 8 in den vergangenen Tagen zu schaffen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Polizei und Feuerwehr sind fast im Dauereinsatz: An zwei Tagen ereignen sich auf der A8 auf der Höhe von Großanhausen mehrere Unfälle an derselben Stelle.

Auf der Autobahn 8 war es am Freitag zwischen den Anschlussstellen Burgau und Günzburg, auf Höhe von Großanhausen zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen. Bereits am Tag davor krachte es dort.

Während ein 35-Jähriger aus Baden-Württemberg am Freitagabend auf der A8 an einer abgesicherten Schadensstelle eines anderen Verkehrsunfalls vorbeifuhr, gab es einen lauten Knall. Der linke Vorderreifen seines Fahrzeugs war geplatzt, als er auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. Daraufhin verlor er die Kontrolle über seinen SUV und schleuderte über alle Fahrspuren. Er prallte exakt an der Stelle in die Schutzplanke, an der knapp eine halbe Stunde zuvor ein anderes Auto verunfallt war.

Absicherungsmaterial der Polizei wird überrollt

Dabei wurde nicht nur die bereits beschädigte Schutzplanke weiter verbogen, sondern auch das Absicherungsmaterial der Polizei überrollt, das dort bereits stand. Alle Insassen blieben unverletzt. Der Wagen wurde an beiden Seiten und der Front beschädigt. Im Einsatz waren neben der Autobahnpolizei Günzburg auch die Feuerwehr Günzburg, welche die Unfallstelle absicherte und reinigte. Auch der Autobahnbetreiber Pansuevia war vor Ort.

Bei zwei Unfällen am Donnerstagnachmittag auf der A8 bei Burgau spielte jeweils nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit bei nasser Fahrbahn die entscheidende Rolle. Gegen 13.40 Uhr fuhr eine 21-Jährige mit ihrem Wagen bei Starkregen in Richtung München und geriet nach Aquaplaning ins Schleudern. Ihr Auto krachte zunächst frontal gegen die Leitplanken rechts der Fahrbahn, drehte sich und stieß nochmals mit dem Heck gegen die Leitplanken. Eine Mitfahrerin verletzte sich leicht und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der total beschädigte Wagen wurde abgeschleppt. Den Sachschaden gibt die Autobahnpolizei Günzburg mit rund 16.000 Euro an.

25-Jähriger kommt ins Schleudern

Gegen 14 Uhr passierte der zweite Unfall in der Gegenrichtung. Ein 25-Jähriger fuhr auf dem mittleren der drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart und geriet nach Aquaplaning ebenfalls ins Schleudern. Das Auto kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Auch hier musste das total beschädigte Fahrzeug abgeschleppt werden. Der Sachschaden dürfte rund 5000 Euro betragen. Verletzt wurde hier niemand, so die Polizei.

Nichts mit dieser Stelle auf der A8 hatte der Unfall am Freitagabend zu tun. Da befuhr ein 23-jähriger Mann mit seinem hochwertigen Mercedes die Autobahn in Richtung München.

Totalschaden: 100.000 Euro

Kurz nach der Ausfahrt Günzburg überholte er bei Starkregen und nasser Straße auf der linken Spur. Nach dem Überholvorgang kam er, so die Polizei, alleinbeteiligt und mit überhöhter Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr den Lärmschutzwall hinauf.

Schließlich überschlug er sich und rollte nach unten, bis er auf dem rechten Fahrstreifen auf dem Dach zum Liegen kam. Der Fahrer konnte glücklicherweise das Fahrzeug noch selbst verlassen. Er wurde mittelschwer verletzt und ins Krankenhaus verbracht. Die Autobahn musste für eine Stunde gesperrt werden. Am Auto entstand ein Totalschaden in Höhe von 100.000 Euro. (zg, mit obes)

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Die Diskussion ist geschlossen.

01.09.2020

Ein Tempolimit bei Nässe (bspw. 120 mit Zusatzschild) und das Problem ist gelöst.
Ich bin wahrlich kein Fan von Tempolimits, aber anders kapieren es die Leute mehrheitlich einfach nicht.
Das neu eingerichtetete Tempolimit auf der A8 vor Augsburg zeigt auch seine Wirkung.

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