Auftritt

04.10.2016

Reif für die Insel

Mit einem anspruchsvollen Abschlusskonzert dieser ganz anderen Art von Blasmusik beendete die Bayerische Jugend Brass Band unter der Leitung von Benjamin Markl das Probenwochenende in Kötz.
Bild: Sandra Kraus

Brass–Band-Nachwuchs ist fit für Wettbewerb in England

Bestens gelaunt haben die Musiker der Bayerischen Jugend Brass Band ihr Konzert zum Abschluss des Probenwochenendes im Musikdorf Kötz gespielt. Brass Bands sind Blechbläserensembles nach britischer Art, entstanden um 1830 aus Arbeitern der Kohlebergwerke. Seit zehn Jahren sind Concert Band und Jugendband der Bayerischen Brass Band Akademie äußerst erfolgreich in diesem faszinierenden Musikgenre unterwegs. In der Günzhalle gab es jetzt die ersten Kostproben, mit denen der bayerische Nachwuchs in England beim Butlin´s Mineworkers Open National Brass Band Festival im Bereich Entertainment als Vertreter Deutschlands mitmischen will.

Die imposante Eurovisions-Fanfare, das Stück „Mambo No. 5“, mit dem der Münchner Lou Bega einen Welthit landete, und als britisches Element „I Want It All“ von Queen, konnten dem Kötzer Publikum musikalisch schon auf hohem Niveau präsentiert werden, die Showelemente kommen in den nächsten Proben dazu bis es im Januar nach England geht.

Präzise ausgearbeitet überzeugten die U18-Musiker mit „Gaelforce“ von Peter Graham und der Rockballade „Music“ von John Miles. Gerade Brass-Band-Ersthörer erlebten die ungeheure Dynamik dieser Musik aus Blechblasinstrumenten englischer Bauart und Schlagwerk. Premiere hatten auch die zwölf jungen Spieler, die sich für das Schnupperwochenende angemeldet hatten. Wurden sie bei der „Suite Variable“ von Tony Jabovski noch von Teilen der Jugend Brass Band unterstützt, zeigten sie beim „Junior Rock“ ihr alleiniges Potenzial. In Komplettbesetzung einschließlich der Schnupperer führte Dirigent Benjamin Markl die Bayerische Jugend Brass Band strahlend durch die Takte des „Festive March“ von Idar Torskangerpoll. Das Probenwochenende in Kötz könnte ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der „3BA“ Bayerische Brass Band Akademie sein. Erster Vorstand Jörg Seggelke erklärte: „Aus den Schnupperschülern könnte die neue Jugend Brass Band entstehen, die bisherige Jugend würde als neues Orchester unterhalb der 3BA Concert Band weiter zusammenspielen.“ Ein großes Dankeschön richtete Dirigent Benjamin Markl, in der Region unter anderem bekannt als Leiter der Musikschule Kötz und Dirigent des Blasorchesters Kötz, an die vielen Helfer des Probenwochenendes, insbesondere die Familien Waldmann und Klotz. Mit den ruhigen festlichen Klängen des Chorals „Deep Harmony“ verabschiedete sich der Nachwuchs aus der Günzhalle, belohnt von langem und herzlichem Applaus.

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