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Ichenhausen

25.11.2018

Rote Karte entscheidet das Derby zwischen Ichenhausen und Gundelfingen

Die Spieler des FC Gundelfingen können’s nicht fassen: Marius Brugger (links) sieht nach Foul an Kilian Kustermann (unten) die Rote Karte. Eine überharte Entscheidung von Schiedsrichter Felix Wolf.
Bild: Walter Brugger

Der SC Ichenhausen hat gegen früh geschwächte Gundelfinger wenig Probleme. Der Schiedsrichter macht keine Figur - der SCI in der zweiten Halbzeit aber auch nicht.

Oliver Schmid dürfte sich geärgert haben. Der ehemalige Trainer des SCI kam erst in der Halbzeitpause des Landesligaderbys auf den Sportplatz am Hindenburgpark. Und damit hatte er quasi alles verpasst, was das Duell zwischen dem SC Ichenhausen und dem FC Gundelfingen zu einem richtig rassigen Derby gemacht hatte. Drei Tore, zwei Platzverweise, viel Emotion, das alles bot Königsblau gegen Grün-Weiß, komprimiert in 45 Minuten. Am Ende siegten die Hausherren deutlich mit 4:0 (3:0) und beendeten die Gundelfinger Serie von acht Spielen ohne Niederlage.

Die beiden Teams waren vom Anpfiff weg direkt auf Betriebstemperatur. Bemerkenswert, angesichts von Außentemperaturen um den Gefrierpunkt. Der Tabellenfünfte lieferte sich mit dem 14. einen offenen Schlagabtausch, beide Teams spielten mit Zug nach vorne. Nach einer Viertelstunde dann die Szene, die wohl das Spiel schon entschied. Der Ichenhauser Kilian Kustermann erlief einen hohen Ball und Gundelfingens Marius Brugger holte ihn im Bereich des Sechzehners von den Beinen. Schiedsrichter Felix Wolf (Bad Tölz) zeigte auf den Punkt und zeigte glatt Rot. Eine überharte Entscheidung, da Kustermann mitnichten den Torabschluss gesucht hatte, sondern mit dem Ball auf dem Weg in Richtung Eckfahne war. Das Verhindern einer klaren Torchance sieht anders aus. Ein späteres Studium der Videoaufzeichnung legt sogar den Verdacht nahe, dass das Foul vor der Strafraumlinie passiert ist. Kapitän Stefan Strohhofer verwandelte den folgenden Elfmeter souverän mit einem platzierten Schuss ins linke Eck (15.).

Ichenhausen schießt innerhalb weniger Minuten drei Tore

Der Platzverweis hatte Gundelfingen aus dem Konzept gebracht. Jetzt spielte nur noch der SCI. Eine Standardsituation brachte das 2:0. Janick Reitz brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld vor das Gundelfinger Tor, wo Julian Riederle mit dem Hinterkopf abschloss. FCG-Keeper Dominik Dewein konnte diesen Ball noch abwehren, doch Pierre Heckelmüller hatte dann keine Mühe mehr, einzuschieben (21.). Nur zwei Minuten später machte es Reitz dann selbst. Der Mittelfeldmann schnappte sich einen Querschläger, lief seinen Bewachern auf und davon und schob an Dewein vorbei zum 3:0 ein.

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Gundelfingen war bedient, das Spiel war praktisch entschieden. Beim SCI schlich sich jetzt die ein oder andere Nachlässigkeit ein. Einer dieser leichtfertigen Ballverluste führte beinahe zum Anschlusstreffer, als der schnelle Jonas Schneider den Turbo zündete, vor dem Tor dann aber am langen Pfosten vorbeischoss. Das Spiel war jetzt ruppiger, den Grün-Weißen merkte man in der ein oder anderen Situation den Frust an. So riss FCG-Kapitän Tiemo Reutter den zu Boden gegangenen Kustermann unsanft wieder auf die Beine, als dieser nicht sofort nach der Aktion wieder aufstand.

Frust bei Gundelfingen ist groß

Beispielhaft auch die Aktion von Fabio Kühn. Der bereits verwarnte Gundelfinger sah für ein unnötiges Foul im Mittelfeld Gelb-Rot. Während seine Teamkameraden den Schiedsrichter bestürmten, trat der Mittelfeldmann vor Wut die Tür zu den Kabinen kaputt. Zwei gute Chancen von Reitz und Marco Boyer später ging es dann in die Pause.

In der Kabine hatten die beiden Teams ihre Gemüter wohl ein wenig zu gut gekühlt. Denn es passierte nahezu gar nichts mehr. Gundelfingen verlegte sich auf Schadensbegrenzung, während dem SCI herzlich wenig einfiel und sich der ein oder andere Spieler geradezu aufreizend nachlässig präsentierte. Dazu passte, dass die einzige ernsthaft Ichenhauser Chance aus einer Standardsituation resultierte. Reitz brachte einen Eckball vor das Tor, Strohhofer verlängerte per Kopf und Riederle nickte zum 4:0 ein (70.). Die einzige halbwegs gefährliche Chance für die Gäste vergab kurz danach Janik Noller, der am Ball vorbei rutschte (71.). Eine Schrecksekunde musste Ichenhausens Torwart Patrick Wild, der für den angeschlagenen Liridon Rrecaj im Kasten stand, noch überstehen: Als er etwas zu weit vor seinem Kasten stand, versuchte es Gundelfingen mit einem weiten Schuss von der Mittellinie. Der ging aber deutlich vorbei (78.). Kurz vor dem Ende kam der eingewechselte Ex-Gundelfinger Denis Nickel noch einmal frei vor dem Tor zum Schuss, doch Dominik Dewein zeigte eine Glanzparade (90.) und es blieb beim 4:0.

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