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Ichenhausen

25.12.2020

Rückblick: Flagge zeigen gegen den Antisemitismus

20 Jahre gibt es den Lernzirkel Judentum des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg und der ehemaligen Synagoge Ichenhausen. Während der Woche der Brüderlichkeit kommen in diesem Jahr 1111 Grundschüler aus dem Landkreis Günzburg zur ehemaligen Synagoge nach Ichenhausen, um dort Wissenswertes über jüdische Kultur und den jüdischen Glauben kennen zu lernen. Als 20000. Schüler wurde Christoph Miller von der Grundschule Krumbach gezählt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Der Kreistag ruft zum Kampf gegen Judenfeindlichkeit auf – ehemalige Synagoge wird besser geschützt.

Es ist traurig, aber wahr. Juden sind auch 75 Jahre nach Ende der Nazi-Diktatur ihres Lebens in Deutschland nicht sicher. Und Synagogen müssen unter besonderen Schutz gestellt werden. Baulich besser gesichert wird daher die ehemalige Synagoge in Ichenhausen, im Kreistag wurde eine Resolution gegen den zunehmenden Antisemitismus verabschiedet.

Bei einer Gedenkfeier zur Reichspogromnacht 1938 hatte Ludwig Spaenle, der Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, am 9. November 2019 in Ichenhausen dazu aufgerufen, jeglicher Form von Judenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.

Bürger im Kreis Günzburg sollen aktiv für den Kampf gegen Antisemitismus eintreten

Landrat Hubert Hafner und die Mitglieder des Kreistags griffen den Appell Spaenles auf und verabschiedeten eine Resolution, in der judenfeindliche Tendenzen verurteilt werden. Außerdem wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, aktiv für den Kampf gegen Antisemitimismus einzutreten. Der Landrat erklärte im Januar: „Wir sind gut beraten, Flagge zu zeigen.“ Die Attentate auf Juden und die Anschläge auf Synagogen in den vergangenen Monaten und Jahren sollten Beleg genug sein. Ludwig Spaenle würdigte den Landkreis für seine Initiative und bezeichnete Kreistag und Kreisverwaltung als Vorreiter in Bayern.

Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen ist längst kein Gotteshaus mehr. Sie ist ein Ort der interkulturellen und interreligiösen Begegnung. Doch das reicht, damit Veranstaltungen durch die Polizei geschützt werden müssen. Darüber hinaus wird das Gebäude durch verschiedene bauliche Maßnahmen besser gesichert.

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