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Landkreis Günzburg

25.12.2020

Rückblick: Landratswahl - ein Mann und vier Frauen

Vier Stellvertreterinnen stehen Landrat Hans Reichhart künftig zur Seite (von links): Angelika Fischer Grüne, Monika Wiesmüller-Schwab CSU, Ruth Abmayr Freie Wähler und Simone Riemenschneider-Blatter SPD.
Bild: Walter Kaiser

Plus Hans Reichhart (CSU) gewinnt schon in der ersten Runde im Landkreis Günzburg. Sein ärgster Konkurrent erzielt einen Achtungserfolg.

Im Vorfeld hatten nicht wenige auf eine Stichwahl zwischen Hans Reichhart von der CSU und Max Deisenhofer von den Grünen getippt. Denn immerhin waren fünf Kandidatinnen und Kandidaten bei der Landratswahl Mitte März angetreten. Doch Reichhart gewann schon im ersten Durchgang – mit 55,6 Prozent dann doch deutlich vor Max Deisenhofer, der mit 26,6 Prozent der Stimmen aber mehr als nur einen Achtungserfolg für sich und die Grünen verbuchen konnte.

Dass sich Hans Reichhart um die Nachfolge von Landrat Hubert Hafner, der nicht mehr zur Wahl angetreten war, bemüht, war bayernweit auf Beachtung gestoßen. Immerhin hatte Reichhart dafür freiwillig sein Amt als bayerischer Bau- und Verkehrsminister aufgegeben. Der Minister sah seine Zukunft in der Kommunalpolitik. Auf Platz drei bei der Landratswahl landete Gerd Mannes von der AfD, der 10,1 Prozent der Stimmen geholt hatte. Mit 6,2 Prozent musste sich Luise Bader ( SPD) bescheiden, sie war als weitgehend unbekannter kommunalpolitischer Neuling wohl von vornherein ohne Chance. Sie darf sich immerhin damit trösten, in den Kreistag und in den Offinger Gemeinderat gewählt worden zu sein. Fünfter im Bunde der Bewerber war Rudolf Ristl (Linke), der bei 1,4 Prozent der Stimmen hängen blieb.

Günzburgs ehemaliger Landrat Hubert Hafner hatte drei Stellvertreterinnen und Stellvertreter

Der frühere Landrat Hubert Hafner hatte drei Stellvertreterinnen und Stellvertreter an seiner Seite. Der neue Landrat Hans Reichhart setzt gleich auf vier Frauen. Im Kreistag wiedergewählt wurde Monika Wiesmüller-Schwab aus Thannhausen. Die CSU-Politikerin ist, so der korrekte Titel, die Stellvertreterin des Landrats. Heißt, sie leitet etwa die Amtsgeschäfte, wenn der Landrat im Urlaub oder erkrankt ist.

Eine der sogenannten „weiteren Stellvertreterinnen“ ist, wie schon zuvor, Simone Riemenschneider-Blatter (SPD). Neu in diesem Amt sind Angelika Fischer (Grüne) und Ruth Abmayr (Freie Wähler). Sie alle kommen aus Günzburg. Diese weiteren Stellvertreterinnen haben überwiegend repräsentative Aufgaben. Gegen die Aufstockung von drei auf vier Stellvertreterinnen hatte im Kreistag die AfD gestimmt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien vier Vertreterinnen nicht vermittelbar.

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