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Fußball-Kreisklasse West 2

09.11.2019

Scheppachs Teammanager zum Trainerwechsel: „Wir wollten weg von der Kumpelschiene“

Glaubt fest an den Klassenerhalt: Sascha Petroschka.
Foto: Reinhold Fuchs

Michael Ortlieb ist jetzt Trainer des Kreisklasse-Aufsteigers SV Scheppach. Was Teammanager Sascha Petroschka über den Neuen sagt.

Als Aufsteiger steht der SV Scheppach in der Fußball-Kreisklasse West 2 auf dem elften Platz. Nach einer 1:7-Niederlage gegen den VfR Jettingen II warf Trainer Robert Zimmermann das Handtuch. Können Sie als Teammanager schon einen Nachfolger präsentieren, Herr Petroschka?

Ja, wir haben seit Dienstag, 5. November, einen neuen Trainer. Es ist der 31-jährige Michael Ortlieb. Er kommt aus Elchingen, kennt sich in unserer Region aber bestens aus, denn er hat schon bei VfL Großkötz, TSV Wasserburg und SpVgg Ellzee gespielt und hat in der laufenden Runde beim FC Günzburg II acht Spiele bestritten. Zudem war er beim FC Gundelfingen im Jugendbereich tätig.

Wird er weiter beim FC Günzburg aktiv sein?

Nein, er wird komplett zum SV Scheppach wechseln und in keinem weiteren Verein nebenbei tätig sein, da er sich voll und ganz auf die Arbeit hier konzentrieren möchte und einen guten Job machen will.

Ortlieb? "Der richtige Mann für uns"

Ist Michael Ortlieb Ihr Wunschtrainer gewesen?

Wir haben Gespräche mit mehreren Trainern geführt, aber letztlich hat er sich als der geeignete Trainer für uns herauskristallisiert. Wir sind sehr davon überzeugt, dass er der richtige Mann für uns ist.

Bei der Verpflichtung des neuen Trainers hat man doch sicherlich über dessen Philosophie gesprochen. Wie sieht die aus und wodurch unterscheidet sie sich von der seines Vorgängers?

Ortlieb ist ein Trainer, der viel auf spielerische und taktische Elemente setzt. Er will vor allem unsere Offensive stärken, aber auch die Defensive ganz klar stabilisieren. Er denkt auch an die Zukunft und ist bestrebt, in den nächsten zwei bis drei Jahren hier etwas aufzubauen. Er bringt auch Erfahrung als Trainer des FC Dreistern Trudering mit. Und er kann bei Bedarf auch selbst noch spielen.

Der SV Scheppach hat in 14 Spielen lediglich zehn Punkte gesammelt. Sind Sie zuversichtlich, dass die Mannschaft auch in der nächsten Saison in der Kreisklasse vertreten sein wird?

Ja, unser Ziel ist definitiv der Klassenerhalt. Dafür wollen wir in den nächsten drei Spielen, aus denen ich mir mindestens sechs Punkte erhoffe, bereits die Weichen stellen.

Sie haben zusammen mit Torwart Kevin Hillebrand vorübergehend das Training geleitet und die Mannschaft betreut. War es keine Option, dass zumindest einer von Ihnen dieses Amt weiterhin ausführt?

Ich denke, der Trainer „von außen“ ist die bessere Lösung. Wir wollten weg von der Kumpelschiene und einen Trainer, der nicht vorbelastet ist.

Robert Zimmermann trat zurück

Blicken wir noch kurz zweieinhalb Wochen zurück. War die Trennung von Trainer Robert Zimmermann unumgänglich?

Erst einmal muss ich klarstellen: Zimmermann hat von sich aus seine Trainertätigkeit beendet. Für ihn war die Luft raus. Er wollte mit seiner Entscheidung das Team wachrütteln und Platz machen für einen Trainer, der frischen Wind reinbringt. Weil Abteilungsleiter Torsten Bruschkewitz ein sehr gutes Verhältnis zu Zimmermann hatte, hat auch er seinen Posten zur Verfügung gestellt. Kevin Hillebrand und ich haben uns dann bereit erklärt, als Abteilungsleiter in die Bresche zu springen, nachdem wir ja bisher schon Stellvertreter gewesen waren und die Mannschaft nicht im Regen stehen lassen wollten.

Der damalige Trainer Zimmermann hat in einem Interview mit unserer Zeitung vor dem dritten Spieltag beklagt, dass von 20 Mann im Training nur acht von der ersten Mannschaft sind. Hat sich da etwas geändert?

Hinsichtlich der gesunden Spieler schon. Aber wir haben noch viele Langzeitverletzte, die halt nicht trainieren können.

Zimmermann hatte auch prognostiziert, dass der SV Scheppach wohl die ganze Saison gegen den Abstieg kämpfen werde und Verstärkungen zur Winterpause gefordert. Hat man diesbezüglich schon etwas unternommen?

Wir sind zurzeit schon mit fünf bis sechs Spielern im Gespräch, haben aber noch keine fixen Zusagen. Leider müssen wir befürchten, dass uns in der Winterpause ein bis zwei Spieler verlassen werden, die zu ihrem Heimatverein zurückkehren wollen.

In Landshausen sollen Punkte her

Nach der wetterbedingten Spielabsage vergangene Woche geht es nun am Sonntag, 10. November, zum Tabellenzwölften Eintracht Landshausen. Was haben Sie da für ein Gefühl?

Ein gutes. Durch den Spielausfall konnten wir unsere angeschlagenen Stammspieler schonen und können nahezu mit der gleichen Mannschaft auflaufen, die vor zwei Wochen im Derby gegen Burgau ein Remis erreicht hat. In Landshausen rechne ich mit drei Punkten.

Interview: Alois Thoma

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