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18.07.2010

Schließung des Kaufhauses trifft die Stadtwerke

Schließung des Kaufhauses trifft die Stadtwerke

Günzburg Die Schließung des Kaufring-Kaufhauses in Günzburg hat negative Folgen für die Stadtwerke: Weil Kunden ausbleiben, parken weniger Autofahrer in der städtischen Tiefgarage, für die die städtische Tochter verantwortlich ist. Folge: Die Einnahmen aus den Erlösen durch die Kurzzeitparker brachen von Februar bis Mai ein. Das teilte kaufmännischer Leiter Lothar Böck im Werkausschuss des Stadtrates mit.

Seit Juni registrieren die Stadtwerke jedoch eine Steigerung an Gebühreneinnahmen. "Es ist Ferienzeit und viele Touristen sind in der Stadt", berichtete Böck. In Zahlen: Zur Jahresmitte hatten die Stadtwerke mit den Kurzparkern knapp 80 000 Euro erlöst. Bis Jahresende sollen es 205 000 Euro sein. Mit so viel Geld hatte man kalkuliert. Außerplanmäßig habe die Sprechanlage in der Tiefgarage ausgetauscht werden müssen. Kosten: 4000 Euro. "Sie war nicht reparabel, es gab keine Ersatzteile mehr."

Ähnlich die Situation im städtischen Waldbad. Hier ist aber nicht ein Kaufhaus schuld, sondern das schlechte Wetter bis zur Jahresmitte. An Eintrittsgeldern erlösten die Stadtwerke bis 30. Juni nur knapp 37 000 Euro. In dieser Saison sollen es 100 000 Euro werden. Allerdings verbesserten die vergangenen Wochen die Bilanz erheblich. "Wir liegen derzeit bei mehr als 70 000 Euro. Jeder Tag mit einem so guten Wetter verbessert die Bilanz", sagte Böck. In dieser Saison zählten die Stadtwerke bis dato knapp 50 000 Besucher im Waldbad - das Public Viewing eingerechnet.

Sanierungen laufen an

Die beiden anderen Bereiche, für die sich die Stadtwerke verantwortlich zeichnen, laufen laut stellvertretendem Werkleiter planmäßig: Die Millionen Euro teure Sanierung der Wasseraufbereitungsanlage im Werk II, das sich im Untergeschoss des Stammsitzes der Stadtwerke an der Heidenheimer Straße befindet, läuft in den nächsten Tagen und Wochen an, berichtete Böck im Werkausschuss. "Das ist ein großes Vorhaben." Ähnlich umfangreich sind die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Kläranlage (wir berichteten). Auch sie kosten mehr als eine Million Euro. Erste Aufträge seien vergeben worden, so Böck. Die Hauptarbeiten fangen in Kürze an.

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