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Landkreis Günzburg

15.01.2019

Schmelzwasser und Regen lassen Flüsse anschwellen

Kräftige Schneefälle und danach einsetzendes Tauwetter lassen die Flüsse anschwellen. Die Donau führt an der Staustufe Günzburg viel Wasser, die Wehre wurden abgelassen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Pegelstände steigen, an einigen Gewässern ist bereits die erste Meldestufe erreicht. Auch in den kommenden Tagen bringt das Tauwetter Wasser aus dem Süden.

Egal, von welcher Brücke im Landkreis Günzburg man gerade hinabschaut, der Fluss darunter führt jede Menge Wasser. Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Pegelstände anschwellen lassen. Dazu kommt das Wasser vom geschmolzenen Schnee – nicht nur in unserer Region, auch im Alpenvorland herrscht derzeit Tauwetter.

Die Wassermassen lassen die Flusspegel steigen, etwa an der Kammel bei Loppenhausen. Dort wurde gestern bereits die erste Hochwasser-Meldestufe erreicht. Grund zur Beunruhigung gibt es allerdings nicht, sagt der Zuständige des Wasserwirtschaftsamts Donauwörth, Dominikus Findler: „Eigentlich hatten wir sogar mit mehr Wasser gerechnet. Die Mengen, die im Augenblick fließen, stellen keinerlei Problem dar.“ Wesentlich höhere Werte zeigt hingegen der Pegelstand an der Zusam bei Fleinhausen. Kurzzeitig überschritt der Pegel dort gestern die Meldestufe zwei. Von Problemen durch Hochwasser war der Integrierten Leitstelle Donau-Iller in Krumbach jedoch nichts bekannt.

Die Mindel ist ein Sonderfall

Entwarnung gibt es auch für die Mindel. Dort sind die Pegelstände noch weit von den Meldestufen entfernt, wie Maximilian Hartmann von Wasserwirtschaftsamt Donauwörth sagt: „Wir beobachten derzeit leicht erhöhte Abflüsse, mit mehr ist momentan auch nicht zu rechnen.“ Die Mindel sei im Vergleich zu anderen Flüssen im Landkreis ein Sonderfall. Das Gewässer entspringt in der Nähe des Markts Obergünzburg im Landkreis Ostallgäu. „Dadurch hat die Mindel ein verhältnismäßig kurzes Einzugsgebiet“, erklärt Hartmann. Schmelzwasser aus dem Alpenvorland spielt für den Fluss daher keine große Rolle.

Laut Dominikus Findler sieht es bei der Kammel und Günz in diesem Punkt anders aus. Schmelzwasser aus südlichen Regionen sei in diesen Flüssen auch im Landkreis Günzburg spürbar: „Diese Woche sollen die Temperaturen weitestgehend konstant bleiben, daher rechnen wir nicht mit großen Wassermengen.“ Er schätzt, dass der höchste Pegelstand schon am heutigen Dienstag erreicht wird. Allerdings sei das von der Entwicklung des Wetters und vor allem von der Schneefallgrenze abhängig. Die liegt Findler zufolge derzeit bei rund 1200 Metern.

Der Hochwasserschutz wird den Landkreis weiter beschäftigen

Das Thema Hochwasserschutz beschäftigte in den vergangenen Jahren weite Teile des Landkreises Günzburg. Im Mindeltal wird derzeit ein Großprojekt vorangetrieben, das insgesamt etwa 83 Millionen Euro kosten wird. Vor einigen Monaten wurde bereits das Hochwasserrückhaltebecken bei Balzhausen/Bayersried eingeweiht, im laufenden Jahr sollen die Arbeiten am Hochwasserschutz in Thannhausen beginnen. Wenn der abgeschlossen ist, folgen Projekte in Burtenbach und Burgau.

Wenn diese Bauten fertiggestellt sind, startet Phase zwei des Mindeltal-Projekts mit dem Hochwasserschutz von Offingen und Jettingen-Scheppach sowie einem Rückhaltebecken bei Eberstall-Klingenburg. Für Phase zwei des Projekts gibt es derzeit noch keine genauen Kostenangaben.

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