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Abschied

29.05.2015

„Schnauzel“ geht in Feuerwehr-Ruhestand

Rund 5000 Stunden im Dienste der Stadt: Feuerwehrmann Reinhold Hobor (vierter von links), von seinen Kameraden liebevoll „Schnauzel“ genannt, wurde von Stadtbrandinspektor Christian Eisele, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig und Kulturamtsleiter Peter Bannwarth in den Ruhestand verabschiedet.
Bild: Sabrina Schmidt/Stadt Günzburg

Reinhold Hobor wachte über die Gäste bei Kulturveranstaltungen im Günzburger Forum am Hofgarten und hatte ein strenges Auge auf Prüflinge

Bei Veranstaltungen im Forum am Hofgarten bedarf es einer ganzen Heerschar an Personal: den Kartenverkäufern, den Garderobieren, den Küchen- und Thekenkräften, den Technikern – und den Feuerwehrleuten. Seit der ersten Stunde war Feuerwehrmann Reinhold Hobor für den Brandschutz und die Personensicherheit in der Kultur- und Tagungseinrichtung zuständig. Jetzt wurde Hobor, von seinen Feuerwehrkollegen liebevoll „Schnauzel“ genannt, gleich zweimal in den Ruhestand verabschiedet: in einer Feierstunde mit Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Kulturamtsleiter Peter Bannwarth und Stadtbrandinspektor Christian Eisele, und etwas weniger feierlich bei der Feuerwehr, wo er seit mehr als 25 Jahren als Schiedsrichter im Einsatz war.

Auch für das städtische Kulturamt war Hobor beinahe 25 Jahre im Einsatz, sagte der OB: „Er hat viele Stunden seiner Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und sich engagiert und couragiert dem Schutz der unzähligen Besucher verschrieben.“ Allein im vergangenen Jahr war Hobor bei mindestens einer Veranstaltung pro Woche im Einsatz, meist vier Stunden pro Abend. „Wenn man das hochrechnet, kommt man auf über 5000 Stunden Ehrenamt“, würdigte Kulturamtsleiter Peter Bannwarth seinen Einsatz. „Ohne den freiwilligen Einsatz unserer Feuerwehr wäre der Kulturbetrieb in unserer Stadt, so wie wir ihn kennen, nicht möglich.“ Als Arbeit will Reinhold Hobor seinen Dienst aber nicht verstanden wissen: „Zu Beginn haben wir sogar noch ausgelost, wer bei welchen Veranstaltungen mit dabei sein darf.“ Er habe viele großartige Bühnenproduktionen erlebt. „Es gab Theaterproduktionen und Aufführungen, die man nie vergisst. Ich bin sehr dankbar für die Zeit.“ Richtig „brenzlig“ wurde es bei seinen Einsätzen nie: „Es gab nur mal Probleme mit der Pyrotechnik.“

Gerhard Jauernig dankte Hobor mit zwei Eintrittskarten für eine Veranstaltung seiner Wahl. „Das kann nur eine kleine Geste sein“, betonte der Rathauschef. Zumal die Einsätze im Forum auch nur einen kleinen Teil von Reinhold Hobors Feuerwehrleben ausmachten. Ein anderer Teil war seine Arbeit als Schiedsrichter. Unzähligen Löschgruppen und Gruppen im Hilfeleistungseinsatz hat er die Prüfungen abgenommen, alle Inspektionen der Feuerwehr Günzburg maßgeblich mit vorbereitet. Als Urgestein im Feuerwehrwesen im Landkreis verabschiedeten ihn deshalb auch seine Schiedsrichterkollegen gebührend.

Kreisbrandinspektor Albert Müller lobte „Schnauzel“ für sein außerordentliches Engagement über Jahrzehnte hinweg. „Ich schätze Dich wegen Deines enormen Fachwissens und Deiner sympathischen Art“, sagte Müller. Feuerwehrreferent Ferdinand Munk konnte dem nur zustimmen: „Schnauzel, du bist aufgrund deiner Erfahrung und deiner Art so beliebt.“ Gerührt nahm der so Geehrte die Glückwünsche, den tosenden Applaus seiner letzten Abnahme, einer Löschgruppe der Feuerwehr Deffingen, sowie die Erinnerungsgeschenke entgegen. (zg)

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