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Kreis Günzburg/Bubesheim

04.01.2019

Schnee und Eis müssen runter vom Dach - aber vor der Fahrt

Ein Lastwagen verliert in einer scharfen Kurve Schnee, der auf der Plane des Trailers liegt. Während schneller Fahrt auf der Autobahn können fliegender Schnee oder Eisplatten die nachfolgenden Fahrzeuge gefährden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Sonst können Unfälle passieren – wie sich jetzt wieder auf der Autobahn A8 bei Bubesheim gezeigt hat.

Weil sich vom Dach seines Sattelaufliegers eine Eisplatte gelöst hatte und einen nachfolgenden Wagen traf, musste ein 24-jähriger Lkw-Fahrer eine Sicherheitsleistung bezahlen. Offensichtlich hatte es der Mann unterlassen, bei der Abfahrt seinen Sattelzug zu überprüfen, meldet die Polizie. An der Front des Autos entstand ein Schaden von rund 1000 Euro, der Fahrer kam mit einem Schrecken davon. Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend auf der A8 in Richtung Stuttgart bei Bubesheim.

Die Polizei warnt vor der oftmals unterschätzten Gefahr für den Verkehr, die von herabfallenden Schnee- und Eisplatten ausgeht. Manche Fahrzeugführer gingen noch immer nicht sorgsam genug mit dem Thema um. Wer sich für das Freiräumen keine Zeit nimmt, riskiere aber schwerwiegende Folgen. Das zeige jedes Jahr wieder die Vielzahl von Unfällen, bei denen sowohl hohe Sachschäden, als auch zum Teil schlimme Verletzungen von Menschen zu verzeichnen seien: Schnee- und Eisplatten trafen andere Fahrzeuge oder auch Fußgänger. Dabei wirkten die Schnee- oder Eismassen, getrieben von Wind- und Fliehkräften, teils wie Geschosse.

Wer sich über die Pflicht zum Räumen hinwegsetzt, muss mit empfindlichen Bußgeldern und einem Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Dabei muss ein Sachschaden nicht unbedingt passiert sein. Allein die Fahrt mit einer dicken Schneeschicht auf dem Dach reiche etwa aus, dem Verantwortlichen die erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung zu unterstellen – die Dachlawine muss noch nicht ins Rollen gekommen sein. Wer durch sein Fehlverhalten andere Personen verletzt, wird zusätzlich angezeigt. Das „Freischaufeln“ eines Autos sei natürlich leichter als beim Lastwagen und Kleintransporter. Trotzdem appelliert die Polizei an alle Fahrer, diesen Aufwand zu betreiben und die Gefahren ernst zu nehmen. (zg)

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