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Landkreis Günzburg

09.08.2018

Schnelle Daten für alle Bürger in Ichenhausen

In der Kernstadt von Ichenhausen könnte es bald ein deutlich schnelleres Internet geben als bisher. Die Breitbandversorgung (Symbolbild) soll aber auch für die „weißen Flecken“ in der Stadt Vorteile bringen.
Bild: Peter Kneffel/dpa

Die Stadt darf auf hohen Zuschuss hoffen. Allerdings hat die Sache einen Haken. Und Stadtrat Lindner sieht einen grundlegenden Fehler im Förderprogramm.

In der Kernstadt könnte in absehbarer Zeit dank Vectoring schnelles Internet mit bis zu 250 MBit pro Sekunde möglich sein, wenn der Eigenausbau der Telekom wie geplant läuft (wir berichteten). Die Stadt will sich aber auch um „weiße Flecken“ (Bürgermeister Robert Strobel) kümmern, bei denen die Datenübertragungsgeschwindigkeit noch unter 30 MBit pro Sekunde liegt.

Einstimmig hat der Stadtrat bei Stimmenthaltung des persönlich betroffenen Matthias Sauter beschlossen, den Breitbandausbau für noch nicht ausreichend versorgte Gebiete voranzutreiben. Dazu zählen zwölf Anwesen der Straße Am Birketle, zwei Aussiedlerhöfe am Brandfeld, zwei Aussiedlerhöfe und eine Reitanlage an der Rohrer Straße, je ein Aussiedlerhof in Oxenbronn und Deubach und das Sportheim in Autenried an der Kellerstraße.

Der Ausbau muss technikneutral ausgeschrieben werden. Als technische Alternative zum Glasfaserbau wäre auch eine Funklösung denkbar, aber „relativ unwahrscheinlich“, sagte Bürgermeister Strobel. Die Förderungen für den Breitbandausbau bezeichnete er als „erheblich“. Bei geschätzten Kosten von insgesamt knapp 660000 Euro dürfe die Stadt mit etwas mehr als 511000 Euro Zuschuss rechnen, der Eigenanteil für Ichenhausen liegt dann bei etwa 148000 Euro.

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Die Bauunternehmen sind ausgelastet

Das klingt erfreulich, allerdings hat die ganze Sache einen Haken: Der Markt boomt, die Bauunternehmen sind ausgelastet, und es sei gut denkbar, dass die Stadt auf ihre Ausschreibung keine Angebote bekommt, sagte der Bürgermeister. Dennoch plädierten die Stadträte in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause unisono für den Breitbandausbau der bisher unzulänglich versorgten Gebiete.

Man brauche „ein tragfähiges Netz für die Zukunft“, rechtfertigte Stadtrat Stefan Riederle die Ausgabe, für Gerlinde Schweiger ist ein leistungsfähiges Datenübertragungsnetz für alle Bürger unabdingbar. Auch Stadtrat Reinhold Lindner zog den weiteren Ausbau nicht in Zweifel, wollte aber geprüft haben, ob die Aussiedlerhöfe im Brandfeld nicht kostengünstiger von Waldstetten her erschlossen werden könnten. Das habe man geprüft, sagte Strobel, aber eine solche Lösung stehe dem Förderprogramm entgegen. Lindner sieht darin „einen grundlegenden Fehler des Förderprogramms“, denn, so der Stadtrat: „Das sind ja Steuergelder.“

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