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Günzburger Helfer vor Ort

06.06.2013

Schnelle Hilfe in Niederbayern

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Teilnehmer des Hilfeleistungskontingents der Feuerwehren aus dem Landkreis: Sie waren im Raum Deggendorf im Hochwassereinsatz.

Zahlreiche Kräfte der Feuerwehren, des Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks aus dem Landkreis waren in Hochwassergebieten in Niederbayern im Einsatz

Zahlreiche Hilfskräfte aus dem Landkreis Günzburg sind zur Unterstützung in die Hochwassergebiete in Niederbayern geschickt worden. Einige davon sind schon wieder zurück. Im Einsatz waren bzw. sind Mitglieder der Feuerwehr, des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und des Technischen Hilfswerkes (THW) Günzburg.

Am Montag um 18 Uhr hatte der Landkreis Günzburg einen eiligen Anruf von der Regierung von Schwaben erhalten. „Die Regierung hatte den Auftrag, sofort 110000 gefüllte Sandsäcke für Deggendorf mit Ankunft am nächsten Morgen zu organisieren“, berichten Kreisbrandrat Robert Spiller und Stefan Hiller vom Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes. Nachdem Landrat Hubert Hafner sein Einverständnis erteilt hatte, lag es an der Verwaltung, alles Weitere zu organisieren. Dem Team Brand- und Katastrophenschutz gelang es, innerhalb von zwei Stunden 5800 gefüllte Sandsäcke mit der dazugehörenden Transportkapazität in einem Hilfeleistungskontingent zusammenzuführen. Das Hilfeleistungskontingent bestand aus zwei Kommandofahrzeugen, einem Versorgungsfahrzeug der Feuerwehr Thannhausen, je einem Wechselladerfahrzeug aus Krumbach und Burgau, je einem Lkw-Kipper vom THW Günzburg und Krumbach sowie einem Planenzug der Firma Hölldobler in Leipheim. Die Kommunen Burgau, Günzburg, Krumbach, Leipheim, Offingen, Thannhausen und Ziemetshausen sicherten sofort ihre Unterstützung zu. Kontingentführer Robert Spiller brach, nachdem alles geladen war, mit insgesamt 20 Personen um 22.30 Uhr nach Deggendorf auf.

Am Zielort Niederaltaich angekommen, machten sich die Feuerwehrleute um 1.30 Uhr gleich ans Abladen der Sandsäcke, die bereits erwartet wurden. „Damit wäre der Auftrag des Günzburger Kontingents vor Ort eigentlich zu Ende gewesen. Weil aber die Bitte der Einsatzleitung im Raum stand, weitere Sandsäcke von einem nahe gelegenen Kieswerk abzuholen, sicherten wir zu, mit unseren Fahrzeugen die dringend benötigten Transportfahrten zu übernehmen“, berichten die Verantwortlichen. Am Dienstagmittag machte sich das Kontingent dann auf den Rückweg.

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Wie BRK-Kreisgeschäftsführer Werner Tophofen gestern mitteilte, sind nach einer Aufforderung des Lagezentrums der bayerischen Hilfsorganisationen über den BRK-Bezirksverband Schwaben auch zehn Helfer des Roten Kreuzes aus dem Landkreis Günzburg zur Unterstützung in die Hochwassergebiete entsandt worden. Unter der Leitung von Manfred Weh wurden die Kräfte mit der Errichtung und dem Betrieb einer Notunterkunft für 1400 Personen in der Stadthalle Deggendorf beauftragt.

Mit einem Lkw mit Feldküche und einem Betreuungsfahrzeug sowie mit Feldbetten und Wolldecken ausgerüstet, machten sich die Helfer am Montag auf den Weg. Seit Montagabend werden die Menschen aus Deggendorf, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, von den Helfern des BRK-Kreisverbandes Günzburg versorgt und betreut.

In der Nacht zum Mittwoch wurden weitere Helfer aus Schwaben in die Hochwassergebiete entsandt, darunter auch ein Rettungswagen mit Besatzung des BRK-Kreisverbandes Günzburg. Diese Rettungswagen stellen die Notfallversorgung der Bevölkerung der Landkreise Deggendorf und Straubing sicher.

Am Mittwochnachmittag brachen weitere sieben BRK-Helfer aus Günzburg nach Deggendorf auf. Sie werden die ehrenamtlichen Helfer des Betreuungsdienstes aus Burgau, die seit Montag dort ihren Dienst verrichten, ablösen.

Im BRK-Kreisverband Günzburg stehen laut Tophofen zusätzliche ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, um bei Bedarf in den Katastrophengebieten zum Einsatz zu kommen. Der Kreisgeschäftsführer koordiniert gemeinsam mit dem Katastrophenschutzbeauftragten und Leiter Rettungsdienst im Landkreis, Alexander Faith, den Einsatz der BRK-Helfer.

Seit Dienstag, 6 Uhr, sind vier Mann des THW Günzburg in Deggendorf im Einsatz, sagte der stellvertretende Ortsbeauftragte Reinhold Brenner auf Anfrage. Ihr Auftrag: Sandsäcke füllen und an die jeweiligen Einsatzorte transportieren. Unter ihnen ist Thomas Sigmund. „Die Lage hier ist angespannt, auch wenn die Pegel stabil sind“, berichtete der Günzburger gestern Mittag am Handy. Die ganze Nacht hätten die Kräfte gearbeitet, Menschen in Sicherheit gebracht und bei Evakuierungen geholfen. Am Mittwoch um 7 Uhr waren sie ins Bett – sprich auf die Feldbetten – gekommen. „Wir warten jetzt auf weitere Anweisungen“, so Sigmund.

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